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Alfred Forke
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Alfred Forke

1867 – 1944 · Wissenschaftler

GND-Nr.
118862715

Alfred Forke (* 12. Januar 1867 in Schöningen; † 9. Juli 1944 in Hamburg) war ein deutscher Sinologe. Er besuchte in Magdeburg das Gymnasium. Nach juristischem Studium an den Universitäten Genf und Berlin, dem ersten juristischen Staatsexamen und der Promotion zum Dr. jur. 1889 in Rostock sowie einer sprachlichen Vorbildung an dem Seminar für Orientalische Sprachen war Forke von 1890 bis 1903 Dolmetscher für Chinesisch im Konsulatsdienst in Peking. 1903 wurde er als Nachfolger seines früheren Lehrers Carl Arendt Professor am Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin. Ab 1914 hatte Forke eine Professur für Chinesisch an der University of California, Berkeley inne und unterrichtete dort bis 1918. Als Nachfolger Otto Frankes wechselte er 1923 an die Universität Hamburg. Dort leitete er bis 1935 das Seminar für Sprache und Kultur Chinas. 1926 erhielt von der Universität Leipzig den Ehrendoktortitel. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Bis kurz vor seinen Tod veröffentlichte Forke weiter sinologische Forschungsarbeiten und starb 1944 in Hamburg. Forkes Forschungsschwerpunkt war die chinesische Philosophie. Seine dreibändige Geschichte der chinesischen Philosophie gilt als „Pionierwerk“. 1907 publizierte er die erste westliche Übersetzung Wang Chongs Lunheng und 1922 veröffentlichte er die erste Übersetzung des Mozi in eine westliche Sprache. Auch auf deutsche Kulturschaffende hatte Forkes Arbeit Einfluss. Während seiner Arbeit an Me-ti oder Buch der Wendungen griff Bertolt Brecht auf das Mozi zurück. In seinem Exemplar von Forkes Übersetzung finden sich viele Anmerkungen und Randnotizen, die auf ein intensives Textstudium hinweisen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Forke (Wikipedia-Autoren, CC BY-SA 4.0, Stand: 22.08.2026)