Hannover, Wohnhausgruppe Beethovenstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Kurz vor 1900 legte man zwischen Davenstedter- und Wittekindstraße die Beethovenstraße an, die als reine Wohnstraße ein Angebot an anspruchsvolle Bewohnerschichten bilden sollte. Entsprechend erhielt sie eine für Nebenstraßen erstaunliche Breite und Baumbepflanzung; Vorgärten waren vorgeschrieben. Die Bebauung entstand zwischen 1899 (Nr. 4) und 1904 (Nr. 7). Es handelt sich bis auf die ehemalige Humboldtschule um dreigeschossige, überwiegend einspännige traufständige Mietwohnhäuser mit hohem Kniestock und zahlreichen Dachaufbauten (Zwerchhäuser, Schleppgauben, Dachhäuschen, Zwiebelhauben über Erkern), die sich zu einer vielfältigen Dachlandschaft zusammenschließen. Ähnlich variationsreich und im Ganzen homogen bieten sich die durch Erker, Vorbauten, Balkone usw. lebhaft bewegten Fassaden dar, die zudem ein breites Spektrum an Fensterformen, Sandstein- und Putzdekor und Zierfachwerk vorführen. Die stilistischen Anregungen sind der Baukunst der deutschen Renaissance und des Frühbarocks entnommen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Linden
- Gemarkung
- Linden
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Nieschlagstraße · 87 m
- Hannover An der Martinskirche · 290 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)