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Hannover, Scharnhorststraße 1, St. Vinzenz-Stift

Krankenhausgebäude · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Vollunterkellerter dreigeschossiger Backsteinbau mit Sattel- und Walmdächern in Ziegeldeckung. Entstanden im Kern aus einer ehemaligen Vorstadtvilla ("Villa Rümpler"), die 1865 nach Entwurf des Architekten Ernst Bösser als backsteinsichtiger Bau mit rotem Backsteinsockel und gelben Backsteinfassaden mit Risaliten und Ecktürmchen sowie Gliederungselementen aus rotem Steinguss und unter schiefergedecktem Walmdach errichtet wurde. 1882 Übernahme durch den Verein der Barmherzigen Schwestern St. Vincenz von Paul (Mutterdiözese in Hildesheim) und Umbau und Erweiterung zum Krankenhaus durch Architekt Christoph Hehl mit einer Krankenhauskapelle im Sockelgeschoss des Erweiterungsbaus an der Scharnhorststraße. 1884 erneute Verlängerung des Hauses an der Scharnhorststraße durch Maurermeister Wilhelm Leyn mit den ersten Operationssälen, 1891 Erweiterung bis auf heutige Länge. Ein weiterer eigenständiger Erweiterungsbau folgte 1900-04 entlang der Kirchwender Straße nach Entwurf von Carl Prediger in angepasster Formensprache an die älteren Bauteile. Im Inneren diverse Ausstattungsteile erhalten (Fußböden, Treppen, Säulen). Nach Kriegsschäden 1943-46 Wiederaufbau durch den Hildesheimer Architekten Wilhelm Fricke, dabei Aufstockung von Teilbereichen und Vereinheitlichung der bis dahin komplizierten Dachlandschaft. 1971 Ende des Krankenhausbetriebs, seit 1982 Dienstsitz der Abteilungen der Denkmalfachbehörden (heute NLD).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Adresse
Scharnhorststraße 1
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)