Hannover, Landeshauptstadt, Wohnsiedlung um den Geibelplatz, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Zusammenhängender und vom Stadtbaurat Karl Elkart auf der Grundlage eines städtischen Wettbewerbs von 1920 einheitlich geplanter Siedlungsbereich mit vier- bis fünfgeschossiger Blockrandbebauung mit Klinkerverblendung und Satteldächern rund um den zentralen Geibelplatz, der sich sowohl durch die Bebauungsplanung als auch das einheitliche Material trotz der Entwürfe diverser Architekten zu einem einheitlichen Ganzen zusammenschließt. Das neungeschossige Hochhaus Glückauf, das 1928-30 nach Entwürfen des Hannoverschen Architekten Wilhelm Ziegeler errichtet wurde, steht am symmetrisch angelegten Geibelplatz mittig in der Achse der Geibelstraße und bildet deren Endpunkt. Die Blockinnenbereiche sind weitgehend von Bebauung freigehalten und begrünt, ebenso der als Stadtplatz geometrisch gestaltete und bepflanzte Geibelplatz. Auch die Straßenzüge mit ihren teilweise erhaltenen und von niedrigen Mauern eingefriedeten Vorgärten betonen den einheitlichen Charakter des Wohnviertels. Abwechslung in die meist horizontal gegliederten Klinkerfassaden bringen Zierverbände, flache Risalite, expressionistische, mehrere Geschosse übergreifende Dreieckserker und vertikale Fensterbänder, spitzbogige Elemente, Terrakottafiguren und gelegentlich auch Werksteineinfassungen an Fenstern und Türen.
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)