Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Wichmannstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die zwischen Fiedelerstraße und Landwehrstraße verlaufende Wichmannstraße wurde größtenteils zwischen 1908 und 1912 aufgesiedelt. Noch bestehende Baulücken wurden in den zwanziger Jahren und nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen. Der besondere Charakter der Straße wird von den Bauten der Vorkriegszeit bestimmt, die sehr anschaulich durch die Gebäudegruppe 1-5 und Nr. 21-26 vertreten werden. Es sind durchweg dreigeschossige zweispännige Putzbauten. Die ausgebauten Dachgeschosse zeigen Zwerchhäuser, Gauben und Dacherker in wechselnder Anordnung, Gestaltung und Größe, so dass die gesamte Dachzone stark differenziert erscheint. Diese Differenziertheit wird mit wenigen Ausnahmen (Nr. 23, 24) auch in der Fassadengliederung durch Balkone, zum Teil mit sehr schönen Gittern (Nr. 25), und Ausluchten wieder aufgenommen. Die Bauten der frühen Zeit zeigen in der stilistischen Gestaltung eine Mischung von historisierenden und dem Jugendstil zuzuordnenden Elementen (Nr. 24, 25), Nr. 21, 22, die 1911/12 vom Architekten Ernst Herrling entworfen wurden, bereits Übergänge zu strengeren Formen des Neoklassizismus. Als Grundriss tritt wieder die Dreizimmerwohnung auf, überwiegend noch mit Toilette im Treppenhaus (Nr. 22 mit WC in der Wohnung). Ebenso wie in der Spartanerstraße wird auch hier das interessante Gesamtbild durch Vorgärten mit alten Gittern und dem Kopfsteinpflaster der Fahrbahn wesentlich mitgeprägt. Zu erwähnen ist bei der platzartigen Gestaltung der Straßenkreuzung Wichmannstraße/Cäcilienstraße die individuelle Ausprägung der Eckbauten, die gestalterisch auf die Kreuzungsmitte Bezug nehmen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Döhren
- Gemarkung
- Döhren
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Fiedelerstraße · 242 m
- Hannover Döhrener Turm · 488 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)