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Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Hildesheimer Straße, Gruppe baulicher Anlagen

Siedlungswesen ➔ Häuserzeile (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Die Wohnbebauung auf der Westseite der Hildesheimer Straße begann unmittelbar nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes für das Landwehrfeld. In der ersten Erschließungsphase wurden zusammen mit den Bauten in der Querstraße und der Bernwardstraße ab 1899 die südlich an die o.g. Gaststätte anschließenden Reihenmietwohnhäuser errichtet (Bernwardstraße 1, Hildesheimer Straße 234-246). Es sind durchweg dreigeschossige, zweispännige Bauten mit ausgebauten Satteldächern. Seitliche Zwerchhäuser und Gauben über den mittleren Achsen bestimmen die Dachlandschaft. Die frühesten Häuser (Nr. 234, 236) sind noch reine Backsteinbauten mit Formsteinen und Glasuren, die mit ihrer gotisierenden Gestaltung an die Tradition der Hannoverschen Schule anknüpfen. Die südlich anschließenden Gebäude zeigen auf rotem Verblendmauerwerk renaissancistischen Putzdekor. (Nr. 238, 242, 244, 246, Querstraße 1,2). Allen Bauten ist auch an den Fassaden die einfache Grundrisskonzeption von Dreizimmerwohnungen abzulesen: Zwei Wohnräume sind zur Straße, ein weiteres Zimmer und die Küche zur Rückseite, die Toiletten im rückwärtigen Treppenhaus gelegen. Bis zum Jahre 1907 ist die südliche Anschlussbebauung bis zur Abeimannstraße fertiggestellt (Nr. 248-264). In Anlehnung an Jugendstilformen entstehen hier ausschließlich Putzbauten, die überwiegend durch Putzdekor, teilweise aber auch durch Fachwerkelemente (Nr. 260) und Ziegeldekor (260, 262) geschmückt sind. Die Dreigeschossigkeit mit ausgebauten Satteldächern wurde auch hier angewendet, die Zwerchhäuser liegen jetzt jedoch größtenteils mittig. Die Grundrisse sind insgesamt individueller gestaltet als bei den früheren Bauten der Straße. Trotz verschiedener kleiner Änderungen und Umbauten sowie einiger Ersatzbauten bietet die Hildesheimer Straße in dem gesamten Abschnitt einen geschlossenen, einheitlichen Gesamteindruck. Der Charakter des Straßenzuges wird mitgeprägt durch den Baumbestand und die erhaltenen Vorgärten.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Döhren
Gemarkung
Döhren

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)