Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Haasemannstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die Bebauung der Haasemannstraße, die um 1900 mit Nr. 1 am Lichtenbergplatz begann, verzögerte sich etwas aufgrund der Grundstücksverkaufsverhandlung und erfolgt erst gleichzeitig mit der Ostseite Küchengartenstraße zwischen 1908 (Nr. 4) und 1912 (Nr. 9). Auch hier entstanden Spekulationsbauten für die Mittelschicht und zwei Genossenschaftsbauten für den Beamten-Wohnungsverein (Nr. 7, 9, Architekten Jürgens & Mencke, 1911, 1912) mit relativ gut ausgestatteten Wohnungen. Wegen der Parzellenstruktur im Anschluss an den Lichtenbergplatz haben sie in den Häusern Nr. 2,4 einen ungewöhnlichen Zuschnitt. Auf der Ostseite (Nr. 4, 6, 8, 10) handelt es sich vorwiegend um Einspänner, auf der Westseite (Nr. 5,7,9,11) stehen Zweispänner. Die Bebauung der Straße mit viergeschossigen Putzbauten, die im Mansarddach ein weiteres Wohngeschoß bergen, wirkt bei allen Unterschieden im Detail einheitlich durch die Verwendung gleicher Bauteile (Vorbauten unterschiedlicher Grundrisse, Balkonen, Loggien, z.T. Freitreppen). Typisch für die Zeit ist das mächtige Mansarddach mit seinen vielfältigen Ausbauten und mit schweren Zwerchhäusern, die in dieser Straße als einheitsstiftendes Merkmal fungieren. Anders als z.B. an den Gebäuden am Lichtenbergplatz macht sich hier eine Abwendung von überreichem Schmuck bemerkbar; der Dekor beschränkt sich auf wenige Motive, besonders an den stilistisch späteren Fassaden (Nr. 5-11,12) hat er den Charakter von Applikationen. Dabei erlebte die Säule oder Rundstütze eine Renaissance - Hinweis auf Einflüsse des Neoklassizismus mit neobarockem Einschlag.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Linden
- Gemarkung
- Linden
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Am Küchengarten · 192 m
- Hannover Lindener Marktplatz · 352 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)