Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Elisenstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die Elisenstraße, die seit 1870 von der Koch- zur Albertstraße reichte, wurde in den neunziger Jahren schnurgerade Richtung Nordwesten verlängert und zügig bebaut mit viergeschossigen Verblendziegel/Putzbauten (Elisenstraße 21, 21a, 22ff—36, 38, 40, 42, 44, Leinaustraße 5, 6). Die Erdgeschosse mit ihren außermittigen Eingängen bzw. Durchfahrten - im Hof fanden sich häufig Werkstätten - sind weitgehend einheitlich durch Bänderrustika als Sockelzone ausgewiesen. Die bis auf eine Ausnahme (Eckhaus Nr. 25) flachen, sechs bis neun Achsen umfassenden Fassaden zeigen überwiegend renaissancistischen, selten gotisierenden Dekor, der das erste und zweite Obergeschoss auszeichnet und durch verschiedene Fensterverdachungen und Versatzstücke rhythmisiert. Aus dem weitgehenden Verzicht auf geschossübergreifende Gliederungselemente (Ausnahme z. B. Nr. 31 mit durchgehenden Fensternischen) und aus dem Durchlaufen der Gurt- und Traufgesimse (Voraussetzung einheitliche Geschosshöhe) resultiert die kaum unterbrochene horizontale Streckung, die sich in der Dachzone durch zahlreiche Ausbauten (breite, mittige, teils übergiebelte, teils gerade abschließende Zwerch- oder Dachhäuser, seitliche Dachhäuschen und Schleppgauben) löst. Betonung erfahren die Bauten an den Straßenkreuzungen durch Läden, Abschrägung und besondere Eckgestaltung.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Linden
- Gemarkung
- Linden
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Leinaustraße · 95 m
- Hannover Kötnerholzweg · 457 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)