Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Astern-/Flieder-/Hahnenstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Um 1895 entstand in der Astern-, Flieder- und Hahnenstraße eine geschlossene Zeilenbebauung. Die 1845 bzw. 1874 angelegte Hahnen- bzw. Asternstraße wurden durch die Fliederstraße 1892 verbunden und einheitlich überplant und bebaut. Die drei- bis viergeschossigen Bauten wurden vornehmlich in Backstein mit Putzdekor errichtet. Sie stehen ohne Vorgärten direkt in einer Straßenfluchtlinie. In der Astern- und Fliederstraße erhielten die Häuser rückwärtig Flügelanbauten, zusätzlich sind die östlichen Grundstücke dicht mit einer Hinterhauszeile bebaut. In der Hahnenstraße überwiegen Putzbauten mit renaissancistischem Dekor: gefugte, verputzte Sockelgeschosse, durchlaufende, profilierte Gesimse, plastische Fenstereinfassungen durch Pilaster und Giebelverdachungen. Die gerade Baufront wird durch die starke Gliederung der Fassaden und die Dachausbauten aufgelockert. Symmetrisch angeordnete Zwerchhäuser betonen die Mittelachsen oder bilden an den Außenachsen rahmende Elemente. In der Astern- und Fliederstraße ist der Putzdekor sparsamer verwandt. Zum geringen Teil kommen Backsteinbauten noch mit gotisierenden Elementen vor (s. Fliederstraße 4a). Eine Ausnahme bilden die Eckbauten, die sich mit Vorbauten und Erkern in den Straßenraum schieben und den lang fluchtenden Straßenraum optisch begrenzen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Kopernikusstraße · 279 m
- Hannover Lilienstraße · 363 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)