Hannover, Landeshauptstadt, Wohnhäuser Abelmannstraße, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die Abelmannstraße war bereits im 18. Jh. als kürzeste Verbindung des Dorfes Döhren mit der Poststraße (heute Hildesheimer Straße) nach Hildesheim angelegt. Die Besiedlung erfolgte jedoch erst, als im letzten Viertel des 19. Jh. durch die Expansion der Wollkämmerei außerhalb des alten dörflichen Wegenetzes gebaut wurde. Bei Aufstellung des Bebauungsplanes für das Landwehrfeld waren bereits einige, zumeist kleine Häuser auf der Nordseite der Straße vorhanden. Als letztes unverändertes Gebäude dieser frühen Aufsiedlung ist das Haus Nr. 25 erhalten. Der eingeschossige Backsteinbau mit dem breiten Zwerchhaus wurde um 1890 errichtet. Nachdem die Wohnbebauung der Hildesheimer Straße um 1907 die Abelmannstraße erreicht hatte, setzt auch hier eine verstärkte Bautätigkeit ein, die sich insbesondere auf die Nordseite zwischen Ziegeleistraße und Hildesheimer Straße konzentrierte. Dabei entstanden unter Verwendung von Jugendstilformen dreigeschossige Mietwohnhäuser mit ausgebauten Satteldächern. Zwerchhäuser, Ausluchten, Erker und Balkone schaffen eine sehr bewegte Fassadenstruktur. Auch das zeitgleiche villenartige Wohnhaus Nr. 27, neben Nr. 25 der einzige andere Typus, und die später errichteten Häuser Nr. 33 (um 1912) und 23 (um 1923) fügen sich in Proportion und Form in die Gesamtgestaltung ein. Tiefe Vorgärten verstärken den Eindruck der für gehobene Ansprüche errichteten Bebauung.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Döhren
- Gemarkung
- Döhren
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Peiner Straße · 125 m
- Hannover Döhren/Betriebshof · 291 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)