Hannover, Landeshauptstadt, Villa Seligmann, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Zweigeschossiger, freistehender und stark gegliederter Sandsteinquaderbau in neobarocken Formen mit hohem Mansarddach über dem auskragenden Kranzgesims und geschweiften Zwerchgiebeln, Lukarnen und Fledermausgauben. Das palaisartige Gebäude steht hinter einer halbkreisförmigen Auffahrt auf einem großen, parkartig angelegten Grundstück mit prägendem altem Baumbestand und ist nahezu vollständig von der teils erhaltenen bauzeitlichen Einfriedung umgeben. Die Fassaden werden durch Erker und Altane, Balkone, Risalite und Freitreppen plastisch gegliedert. Sie sind zudem durch Fensterrahmungen und -überdachungen, ornamentierte Brüstungsfelder und profilierte Gesimse aus Sandstein verziert. Das Erdgeschoss besteht aus großen Repräsentationsräumen, von denen die Große Halle, die sich über zwei Ebenen erstreckt, den zentralen Platz einnimmt. Die aufwendige wandfeste Innenausstattung aus der Erbauungszeit ist zum Großteil erhalten. Sie reicht vom Marmorentrée über hölzerne Wandverkleidungen und textile Wandbespannungen, mit Schnitzereien verzierte Treppen, Stuckaturen und Friese, Türen und Bodenbeläge bis hin zu Wand- und Deckengemälden. Ende 2006 hat die Siegmund Seligmann Stiftung das Gebäude erworben und 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die Villa Seligmann seither ein Ort für die Aufführung, Vermittlung, Erforschung und Dokumentation jüdischer Musik.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
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- Hannover Wedekindstraße · 220 m
- Hannover Dreifaltigkeitskirche · 252 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)