Hannover, Landeshauptstadt, Stöckener Straße 43, St. Adalbert-Kirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Im Hinterhof des Grundstücks Stöckener Straße 43 gelegener gewesteter Zentralbau in Ortbetonbauweise auf elliptischem Grundriss, im Westen durch eine konkav eingezogene Altarwand abgeschlossen. Am Eingangsbereich im Osten ist die Südwand strebepfeilerartig vorgezogen, dort ist als Spolie eine Säule aus dem stark kriegsbeschädigten Hildesheimer Dom (vermutlich aus einem Fenster des im 19. Jh. errichteten und für einen rekonstruierenden Wiederaufbau abgebrochenen Westriegels) eingelassen. Die Nordwand führt gerundet auf den als dunkles Band wirkenden zurückversetzten Eingang, bestehend aus zweiflügeliger Tür, darüber abstrahierte sgraffitoartige Darstellungen des hl. Adalbert und der hl. Hedwig sowie eine Verglasung. Ein nach Osten aufschwingendes, unterseitig rot gefasstes Dach in Hoesch-Binder-Konstruktion bildet mit der vorgezogenen Südwand eine schiffsbugähnliche Spitze. Den voll bestuhlten Innenraum dominiert ein monumentales Sgraffito auf der Altarwand, das die Anbetung des Lammes nach Beschreibungen in der Offenbarung des Johannes darstellt. Die Fenster in den Außenwänden und das Lichtband zwischen Wand und Dach ergeben eine raumprägende Lichtführung. Die St. Adalbert-Kirche wurde 1956-1958 nach Plänen von Paul Wolters (1913-1998) errichtet. Zuvor hatte die katholische Gemeinde Gottesdienste im benachbarten Tanzsaal des 1927 erworbenen ehemaligen Ausflugslokals „Mokka-Meier“ gehalten. Das bauzeitlich ausgeführte große Sgraffito und die zugehörigen Spruchtafeln sind ein Werk von Hans Kuhn (1905-1991).
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Stöckener Straße 43
- Gemarkung
- Herrenhausen
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Bahnhof Leinhausen · 431 m
- Hannover Stadtfriedhof Stöcken · 174 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)