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Hannover, Landeshauptstadt, Stadtfriedhof Ricklingen, Gruppe baulicher Anlagen

Friedhofsanlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Der ab 1904 geplante und 1908 eröffnete Stadtfriedhof Ricklingen wird durch ein doppeltes Achsenkreuz erschlossen, in dessen Schnittpunkt sich die Friedhofskapelle erhebt. Das zunächst 17 Hektar große Terrain wurde bis heute mehrfach auf insgesamt 54 Hektar erweitert, wobei der symmetrische Grundcharakter der Anlage erhalten blieb. Streng linear gesetzte Hecken sowie Hain- und Rotbuchenalleen, Kastanien-, Fichten- und Weißdornalleen sowie die den Haupteingang und die Kapelle verbindende Allee aus Amerikanischen Roteichen gliedern seine Fläche und rahmen die einzelnen Abteilungen. Dadurch entstehen abgeschlossene Partien mit individuellem Charakter. Zudem bieten neben der Kapelle auch Brunnen, Schöpfbecken oder Gehölzgruppen markante Blickpunkte innerhalb der Gesamtanlage. Für die Grabmale gab es ein einheitliches Konzept, das auf eine harmonische Gesamtwirkung innerhalb der einzelnen Abteilungen und der Gesamtanlage des Friedhofs zielte: Materialien wie Glas oder polierter Marmor waren verboten, und für Grabmale, die mehr als einen Meter Höhe aufwiesen, mussten hohe Steuern entrichtet werden.
1924, nach der Eröffnung des ersten hannoverschen Krematoriums auf dem Seelhorster Friedhof, wurde auch auf dem inzwischen nach Hannover eingemeindeten Ricklinger Stadtfriedhof eine Urnenabteilung im östlichen Bereich an der Göttinger Chaussee eingerichtet. Sie wurde später zu einem Urnenhain erweitert. Eine Kriegsgräberstätte erinnert an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, südwestlich der Kapelle entstand 1958 ein Ehrenfriedhof für die Opfer des Zweiten Weltkriegs.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Ricklingen
Gemarkung
Ricklingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)