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Hannover, Landeshauptstadt, St. Martinskirche Anderten, Gruppe baulicher Anlagen

Kirchenanlage (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Die St. Martinskirche in Anderten besteht aus den Resten der alten Kapelle (gotischer Bau, nur dreiseitiger Chor und ein Joch erhalten) und den neuen Bauteilen Kirchsaal (mit Vorraum), Turm und Vorgarten (mit gärtnerischer Gestaltung und Einfriedung), die in der Nachkriegszeit 1954/55 nach Entwürfen der Architekten Fritz Schäfer und Peter Hübotter an den Bestand angefügt worden sind. Die Reste der mittelalterlichen Kapelle bilden heute den Altarraum der neuen Kirche aus. Die drei Buntglasfenster im Chorpolygon (1960) stammen von dem Künstler Hans Matschinski (Braunschweig) und stellen Szenen aus dem Leben Christi (Geburt, Kreuzigung) sowie das Pfingstereignis dar. Der Altar aus Beton (1970) wurde von dem Architekten Hans-Albert Ahrens (Hannover, Anderten) geschaffen. Die Tür vor der Sakramentsnische, das Altarkreuz mit der Darstellung des Lamm Gottes, die vier Kerzenständer auf dem Altar sowie die Apostelleuchter an den Wänden wurden 1955 vom Bildhauer Siegfried Zimmermann (Hannover) geschaffen. Westlich vor die alte Kapelle (hier stand bis dahin der kriegsgeschädigte neugotische Turm von 1884) wurde ab 1954 ein schlichter Erweiterungsbau als neues Längsschiff der Kirche angebaut. Das neue Kirchenschiff ist durch einen flachgedeckten eingeschossigen Verbindungsbau, der heute als Eingang und Foyer dient, mit dem neuen, schlichten Glockenturm aus Backstein verbunden. Dieser weist im oberen Bereich große Schallluken auf und hat ein niedriges Satteldach. Bekrönt wird er durch ein schlichtes Kreuz. Im Kirchenschiff der Nachkriegszeit befinden sich eine Empore und linear in zwei Reihen ausgerichtete schlichte Holzbänke, die einen Mittelgang freilassen.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Anderten
Gemarkung
Anderten

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)