Hannover, Landeshauptstadt, Sophienstraße 7, Borghesischer Fechter
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Der Borghesische Fechter oder auch Borghesische Gladiator bezeichnet eine lebensgroße antike Figur, die einen nackten Krieger in Kampfeshaltung, der als Schwertkampf gedeutet wird, ohne die Attribute Schwert und Schild darstellt. Gemäß der Inschrift hat sie Agasias aus Ephesos geschaffen. Die Statue wurde Anfang des 17. Jahrhunderts bei Ausgrabungen bei Porto d‘Anzio gefunden und befindet sich heute im Pariser Louvre. Es ist eine ca. 100 v. Chr. geschaffene Marmorkopie eines Bronzeoriginals aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Zur Zeit ihrer Auffindung in mehrere Teile zerbrochen: 1611 von dem Bildhauer und Maler Nicolas Cordier restauriert, kam 1613 in die Villa Borghese in Rom, wo sie knapp zwei Jahrhunderte in einem nach einem Fechter benannten Erdgeschossraum aufgestellt war. Camillo Borghese verkaufte sie 1807 an Napoleon, der sie mit anderen Kunstwerken in den Louvre verbrachte.
Vom 17. bis Anfang des 20. Jahrhunderts erfreute sich die Skulptur des Borghesischen Fechters großer Beliebtheit, wovon zahlreiche Nachbildungen - zuerst für Schlossgärten und später, in wohnzimmertauglicher Größe, auch für Bürgerwohnungen - zeugen. Der Bronzeguss des Borghesischen Fechters in Hannover auf einem schlichten quaderförmigen Sockel ist vermutlich eine Nachbildung aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, die 1955 an ihren heutigen Standort an der Spitze der dreieckigen Grünfläche südlich des Palais´ Grote Aufstellung fand.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Sophienstraße 7
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)