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Hannover, Landeshauptstadt, Sophienstraße 2, Museum für Kunst und Wissenschaft (heute: Künstlerhaus)

Museum · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

In der Straßenflucht frei und traufständig stehender, dreigeschossiger Massivbau aus Backstein. Vier Flügel um eine Mitteltreppe und zwei glasüberdeckte Lichthöfe angeordnet, überwiegend unter Walmdächern. Elfachsige Hauptfassade an der Sophienstraße mit zwischen den zwei Seitenblöcken zurückspringendem Mittelteil, auf hohem Sockel. Dem schwach vortretenden, stark dekorierten und übergiebelten Mittelrisalit ist eine Freitreppe vorgelagert. Blendarkaden fassen die Obergeschosse zusammen. Durch Verwendung von gelben und roten Backsteinen, Sandsteinen unterschiedlicher Farbe, Keramikplatten und glasierten Formsteinen polychrome und geschichtete Wirkung der Fassade. 1853-55, nach einem der ersten Architekturwettbewerbe in der Stadt Hannover, durch Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) auf die Initiative des Hannoverschen Künstlervereins hin errichtetes ehemaliges Museum für Kunst und Wissenschaft. Ab 1891 als Provinzialmuseum in staatlichem, dann ab 1902 in städtischem Besitz, in diesem Zusammenhang Schließung der Arkaden im Erdgeschoss. Im Norden ehemals vorhandene Anbauten aus der Zeit 1863-78, von Hase geplant und begonnen, nach Beschädigung durch den Zweiten Weltkrieg in der Wiederaufbauzeit 1945-60 weitestgehend entfernt. Mehrere Umbaumaßnahmen bis in die Zeit der 2000er Jahre. Heute als Künstlerhaus Sitz mehrerer Institutionen und Vereine aus dem Kulturbereich. Skulpturen an den Flügelbauten der Hauptfassade links, im Westen, Gottfried Wilhelm Leibniz und rechts, im Osten, Alexander von Humboldt Carl Dopmeyer (1824-1899) zugeschrieben, am Mittelrisalit der Hauptfassade links, an der westlichen Pfeilervorlage, Albrecht Dürer und rechts, an der östlichen Pfeilervorlage, Peter Vischer (der Ältere) Wilhelm Engelhard (1813-1902) zugeschrieben. Alle genannten Sandstein-Standbilder aus der Zeit um 1855. Von Engelhard auch die auch die beiden Granitlöwen an der Freitreppe, um 1880 ausgeführt. An der Innenfläche des östlichen Seitenblocks, der Freitreppe zugewandt, das Hase-Denkmal aus dem Jahr 1916, das Relief von Karl Gundelach (1856-1920) ausgeführt, der epitaph-ähnliche Aufbau des Denkmals von Otto Lüer (1865-1947).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Adresse
Sophienstraße 2
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)