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Hannover, Landeshauptstadt, Salzmannstraße 4, Gerhard-Uhlhorn-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Sich in städtebaulich und stadtlandschaftlich exponierter Lage am westlichen Leineufer befindliche, ursprünglich eingeschossige, teilunterkellerte, ehemalige Gerhard-Uhlhorn-Kirche als rechteckiger Bau mit steilem, abgewalmtem Dach, mit vorgelagerter Freitreppe und knapper, zugehöriger Freifläche. Äußerst markant setzt sich das grün patinierte Kupferdach der Kirche von seiner baulichen Umgebung ab. Verstärkt wird die städtebauliche Wirkung durch den freistehenden, expressiv kornährenartig gestalteten Kirchturm. Turm und Kirchensockel aus Sichtbeton in Massiv- und Fertigteilbauweise errichtet. Aufgrund der markanten städtebaulichen Lage entfalten Kirche und Kirchturm eine weithin sichtbare, stadtbildprägende Wirkung. Das zum Vorplatz hin leicht erhöht gelegene, über mehrere Stufen zu erreichende und zur Uferböschung hin auskragende Sockelgeschoss weist an den Fassaden umlaufend ein zeittypisches, gelochtes Endlosmuster aus Betonfertigteilen auf. Das Innentragwerk der Kirche besteht größtenteils aus einem Betonskelett, welches im Dachspitz in Holzbauweise weitergeführte wurde und für den Innenraum prägend ist. Die inneren Dachansichtsflächen sind holzverschalt. 1963 nach erfolgtem Architekturwettbewerb vom Architekten Reinhard Riemerschmid (München) erbaut. Von der ehemals gut überlieferten bauzeitlichen Ausstattung der Kirche sind vor Ort nur noch der expressiv gestaltete Eingang zur Taufkapelle aus Metall (mit eingearbeiteten farbigen Glasbrocken) von den Kunstschmieden Kerstan und Schomerus (Hannover, 1963), der verfremdend umbaute Altar, der Kirchenfußboden und das verhüllt an Ort und Stelle belassene, über dem ehemaligen Altar hängende, große Kruzifix des Bildhauers Wolfgang Kreutter (Dödesberg, 1963) erhalten. Der spektakuläre Kirchturm trägt im Sockelbereich bauzeitliche figürliche Betonreliefs von Karlheinz Hoffmann (München). Die bemalten Glasflächen in der südlichen Dachhälfte wurden von Ingrid Schuhknecht entworfen und erst 1999 ausgeführt. Die entwidmete Kirche wurde unter Einfügung einer zweigeschossigen "Haus in Haus" Lösung von 2018 bis 2019 zum Studentenwohnheim umgebaut. Hierfür wurden, auf behutsame Art und Weise, zusätzliche Belichtungs- und Belüftungsöffnungen in die Außenhaut des Kulturdenkmals eingefügt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Linden
Adresse
Salzmannstraße 4/4A
Gemarkung
Linden

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)