Hannover, Landeshauptstadt, Rotekreuzstraße 23, IGS Roderbruch, Sekundarstufe I und II
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Zentraler, zweigeschossiger Hauptbaukörper (1. Bauabschnitt, Baubeginn 1971) im Nord-Osten des Geländes – konzipiert für etwa 2000 Schüler und bestehend aus einer achtzügigen Sekundarstrufe I und einer sechs- bzw. achtzügigen Sekundarstufe II. Orthogonal am straßensystem des ab 1968 entandenen Stadtteils Roderbruch ausgerichteter, flachgedeckter Bau. Die Haupterschließung erfolgt gemäß des Entwurfskonzepts von Nord-West aus der Richtung des Stadtteilzentrums. Im Hauptbaukörper ist die lineare Erschließungszone – die interne Schulstraße – prägendes Element, dass sich im Erdgeschoss zu zwei Pausenhallen (für die Sekundarstufe I und II mit altermäßig ausdifferenzierten Spiel und Sitzelementen) mit Bezug zum Außenraum erweitert. Zwischen den schulstraßenzugehörigen Freitreppen ins Obergeschoss sind ursprünglich Garderobenzonen, Sitzgruppen, Verkaufskioske und Getränkeautomaten angeordnet. Die Schulverwaltung ist in der Nähe des Hauptzugangs verortet. Auf einen zentralen Lehrerbereich wurde ursprünglich (bis auf eine und Lehrerklubzone) zugunsten von Lehrerstationen in einzelnen Unterrichtsbereichen verzichtet. Es liegen, der internen Schulstraße westlich und östlich angelagert, die Unterrichtsflächen für die musischen, technischen sowie naturwissenschaftlichen Bereiche vor. Der Fachbereich Musik wurde aus Gründen des Schallschutzes zwischen den beiden genannten Pausenhallen platziert. Die als Versammlungsstätte für eine kulturelle Mehrfachnutzung (Stadtteilhalle) geplante Aula wurde anfangs (bis zur Fertigstellung des 2. Bauabschnitts) auch als Mensa genutzt. Der Unterrichtsbereich im Obergeschoss war gemäß der ursprünglichen Konzeption den acht Stammklassen des Sekundarbereichs I zugeordnet und als sehr offener, „gegliederter Großraum“, mit vier Raumnischen in den Randzonen und einer Mittelzone mit mobiler Trennwand ausgebildet. Der Unterrichtsbereich der Sekundarstufe II wies hingegen eher kleinstrukturierte Gruppenräume, die um eine Mediathek angeordnet war, vor. Das Gebäuderaster misst allgemein 1,2m x 1,2m. Die Vorzugsstützweite beträgt dabei 8,40m. Es handelt sich um einen Stahlskelettbau mit Rundrohrstützen. Die Bauten verfügen, um räumlich eine trennende Wirkung durch Brandschutztürelemente und -Verglasungen zu vermeiden, über eine Sprinkleranlage. Die Fassade besteht aus vorgehängten Metallverbundelementen mit gelber Einbrennlackierung und einer 8cm starken PU-Schaum-Füllung als Wärmedämmung. Ursprünglich war eine Voll-Klimatisierung vorgesehen, 30% der Fenster konnte jedoch, bei abgeschalteter Klimaanlage, geöffnet werden. Dem Gebäuderaster folgend ist alle 2,4m im Fassaden- und Deckensystem eine Wandstellmöglichkeit vorgesehen. Die eingefügten, nach Bedarf veränderbaren Metallwände sind als Monoblockelemente ausgeführt, abgehängte Decken wurden als Metall-Bandrasterdecken ausgebildet, Fußböden wurden ja nach Einsatzbereich mit Teppich, PVC oder Gummi belegt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Groß-Buchholz
- Adresse
- Rotekreuzstraße 23
- Gemarkung
- Groß-Buchholz
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Milanstraße · 211 m
- Hannover Roderbruch · 317 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)