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Hannover, Landeshauptstadt, Quantelholz, Hinüberscher Garten

Landschaftspark · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Der Hinübersche Garten, der sich im Norden und Osten an das Kloster Marienwerder anschließt, wurde zwischen 1767 und 1774 von dem Amtmann Jobst Anton von Hinüber als Landschaftsgarten im empfindsamen Stil mit freimaurerischen Einflüssen angelegt. Im Park sind Kleinarchitekturen und Gedenksteine, vor allem Gedenkurnen vorhanden. Die gestaltete Landschaft und die landwirtschaftliche Nutzung vermittelten den Eindruck einer „ornamented Farm“ im Auebereich der Leine. Ausgehend von dem ehemaligen Amtmannsgarten nördlich vom Kloster, mit formal gestalteten Staudenbeeten und einem Teich mit Blumeninsel führt das geschwungene Wegesystem auf die Parkdüne. Im Nordwesten liegt der Druidenaltar und Reste der ehemaligen Einsiedelei. Sie gehören zu den inszenierten Landschaftsbildern, die Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurden und von denen nur noch wenige erhalten sind. Das Wegesystem auf dem Dünenrücken wurde im 19. Jahrhundert zu einem geradlinigen Wegesystem verändert. Im Nordosten der Parkdüne steht der „Hexenturm“ mit Aussichtsplattform, die Anfang des 21. Jahrhunderts geschaffen wurde und zahlreiche Blickbezüge in die umgebene Landschaft und die Stadt Hannover zulässt. Im Norden wird die Parkanlage durch die Garbsener Landstraße zerschnitten, an der der Friedhof von Marienwerder liegt, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts hier angelegt wurde. Nördlich davon befindet sich der Glockenberg mit dem Obelisken. Im Süden der Parkdüne öffnet sich der Wald in einen Wiesenbereich. Geschwungene Wege führen in das „Quantelholz“, ein Eichenwäldchen. Westlich davon liegt das sogenannte Apfelstück mit Obstgehölzen, bei der es sich um die ehemalige Bleiche handelt. 1966 wurden auf Grundlage eines Gutachtens von Dr. Alfred Hoffmann erste Instandsetzungsmaßnamen durchgeführt, bei denen es auch zu Veränderungen an der historischen Substanz gekommen ist. Im Zuge des Parkpflegewerkes von Dr. Michael Rohde 1997 wurden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ausgeführt, die sich am historischen Bestand orientieren.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Marienwerder
Adresse
Quantelholz
Gemarkung
Marienwerder

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)