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Hannover, Landeshauptstadt, Prinzenstraße 9, Cumberlandsche Gemäldegalerie

Ausstellungsgebäude · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Den dreieinhalbgeschossigen, kirchenähnlich in Schiff, Chor und Apsis unterteilten, nach Westen gestaffelten, roten Backsteinbau gliedern im Osten in den unteren beiden Geschossen Segmentbogenfenster mit kleinteiliger Sprossung und Lisenen. In Kolossalordnung verbinden diese den Sockel des Kellergeschosses mit der Zwerchgalerie unter dem Dach, die als Fries rundbogiger Blindfenster durch kleine Sprossenfenster rhythmisiert wird. Der niedrigere chorartige Bauteil, den ruhige, durch Gesimse und Kolossallisenen begrenzte Backsteinflächen in den unteren Geschossen prägen, ist im Dachgeschoss durch eine umlaufende Reihe kleiner Rundbogenfenster und einen gestaffelt vorkragenden Gesimsfries abgeschlossen. Der westliche Abschluss ist gestaltet im Wechsel von schmalen gestaffelten Strebepfeilern und hohen Rundbogenfenstern, die großflächig Tageslicht ins Treppenhaus führen. Erbaut 1883/84 nach Plänen des Architekten Otto Goetze als Cumberlandsche Gemäldegalerie, im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nur das aufwändig gestaltete Treppenhaus mit dreiläufiger Treppe, gusseisernen Stützen, breiten Stufen und Fliesenfußboden blieb erhalten, während das zugehörige Vorderhaus den Bomben zum Opfer fiel. Der hohe Eingangsvorbau im Süden ist wurde für die Nutzung durch das hannoversche Schauspielhaus angesetzt - im ehemaligen Treppenhaus der Cumberlandschen Gemäldegalerie finden Theateraufführungen, Konzerte und Clubabende statt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Adresse
Prinzenstraße 9
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)