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Hannover, Landeshauptstadt, Plüschowstraße 2, Heilig-Geist-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Ein- bis zweigeschossiger, freistehender, massiver Bau der ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche und des Kindergartens aus schalungsrauem Stahlbeton, nördlich der Straßenkreuzung Plüschowstraße, Hirtenweg, Linsingenstraße und Boelckestraße in einem Wohngebiet des 20. Jahrhunderts gelegen. Der flach gedeckte Bau bildet mit Teilen des Gemeindezentrums und des im Untergeschoss ehemals befindlichen Kindergartens eine bauliche Einheit. Die Freifläche des eingetieft liegenden Kindergartens und eine Parkplatzfläche weiten den Straßenraum im Süd und Osten auf. Die Gestalt des Baukörpers ist aus den inneren Funktionen heraus entwickelt, die Gebäudeecken sind abgerundet, ein Dach-Deckenelement greift als plastisch geformte „Hand“ in den Raum des Kirchenvorplatzes aus. Es dominieren die Materialien Beton (teilweise farbig gestrichen), Glas und Metall. Komplexe Baukörper- und Grundrisslösung, die den Nutzern Pfade durch das Objekt anbietet, Rampen und Stufen lassen kontinuierliche Raumnutzungen auf verschiedenen Ebenen im Inneren zu. Stark farbige, zeitgenössische Teppichböden (orange) und Materialitäten wie gebogene Kunststoffteile im Bereich der Orgel (basisartiger, unterer Abschluss der in Kreissegmenten gruppiert angeordneten Orgelpfeifen) treten in Erscheinung. 1975-76 nach Entwurf des Architekten Hans Siegfried Laessing erbaut. Der Bildhauer Helmut Rogge schuf Kanzel und Altar, die Großplastik an der Altarrückwand aus Metall, sowie später auch die Großplastik über der Rampe zum Kircheneingang am Außenbau der Kirche (1989). Das Taufbecken wurde von der Kunstschlosserei Rehren nach dem Entwurf von Hans Siegfried Laessig entworfen. Die Orgel der Firma Hillebrand stammt aus dem Jahr 1979. Die Glasflächen des Kirchensaals an der Westseite der Kirche wurden um das Jahr 2000 vom Glasgestalter Günter Grohs entworfen. In der Entwicklungsgeschichte der niedersächsischen Sakralarchitektur nimmt der Kirchenbau aufgrund der beispielhaften Ausprägung der Außenfassaden aus Beton und des Innenraumes der Kirche sowie der plastischen Gesamtformensprache eine Sonderstellung ein. Die Architektur ist nur bedingt mit wenigen zeitgleichen Lösungen in Niedersachsen vergleichbar. Seit 2024 Campus des Knabenchors Hannover.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Vahrenwald
Adresse
Plüschowstraße 2
Gemarkung
Vahrenwald

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)