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Hannover, Landeshauptstadt, Platz an der Basilika 1, St. Clemens-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Die 1718 geweihte, 1943 bis auf die Außenmauern zerstörte und 1947-57 nach Plänen von Otto Fiederling wiederaufgebaute und um die Kuppel ergänzte St.-Clemens-Kirche ist ein Zentralbau aus verputztem Ziegelmauerwerk mit Architekturgliederungen aus Naturstein, der von einer Stahlskelettkuppel auf hohem Tambour mit Kupferkalotte bekrönt wird. Der Sakralbau ist auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes mit einem polygonalen Chor zwischen flankierenden Türmen und tonnenüberwölbten Kreuzarmen erbaut und erhebt sich über einer Krypta. Im Westen wird der Raum durch einen flachen, im Osten durch einen polygonalen Eingangsbereich erweitert. Während die Dekoration der durch Strebepfeiler und Mauerbrechung gegliederten Seitenfassaden vor allem durch leicht vortretende Gesimse, Fenster- und Türeinfassungen sowie Eckquaderungen in Sandstein erfolgt, ist die östliche Hauptfassade aus Sandsteinquadern mit einer Blendarchitektur versehen, die den umlaufenden Aufriss in Sockel, Hauptgeschoss und Attika ins Repräsentative steigert: Auf toskanischen Pilastern, die das rundbogige Portal und die Supraporte mit Inschrift rahmen, ruhen das dorische Gebälk mit kräftigem Gesims und Dreieckgiebel vor der Attika, die von vier steinernen, 1967-68 von Kurt Schwippert geschaffenen Heiligenstatuen bekrönt ist. Von der ursprünglichen Ausstattung sind nur einige beschädigte hölzerne Apostelfiguren erhalten, die 1744 im Umkreis von J. F. B. Ziesenis geschaffen wurden. Die zehn Apostelfiguren in den Nischen schuf 1985-86 Heinrich Gerhard Bücker, der 1984 auch die Bronzetüren des Hauptportals mit Szenen aus der Johannesoffenbarung und das Nordportal mit den Seligpreisungen der Bergpredigt anfertigte. Im erhöhten Chorraum fand 1973 die neue Klais-Orgel ihren Platz. Die einstige kreuzgratgewölbte Krypta ist zur Unterkirche hergerichtet worden und beherbergt verschiedene Gedenksteine, u.a. für den ersten Pfarrer der Gemeinde, Valerio Maccione, und für Agostino Steffani.Die Platzgestaltung östlich der Kirche mit ihrem ornamentalen Belag aus wiederverwendeten, historischen Pflastersteinen geht auf einen 1962 von Heinz Wolff angefertigten Entwurf zurück.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Adresse
Platz an der Basilika 1
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)