Hannover, Landeshauptstadt, Philosophenviertel, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Geschlossene Wohnbebauung mit zwei- bis dreigeschossigen, meist verputzten Massivbauten östlich des Dörriesplatzes zwischen Kirchröder Straße und Eilenriede mit dem Kantplatz als zentralem, begrüntem Stadtplatz. Der Landhauscharakter des Viertels, der in der 1902 erlassenen Bauordnung festgeschrieben war, wurde durch die architektonische Gestaltung der Bauten erreicht. Zur „Belebung der Fassaden“ sah die Bauordnung ausdrücklich zahlreiche Ausnahmen für Vorbauten, Erker und Balkone vor, durch die die geforderte Einhaltung von Bauabständen durchbrochen werden konnte. Durch wechselnde Traufhöhen, Giebelausbauten, Gauben und Türmchen entstand eine bewegte und abwechslungsreiche Dachlandschaft. Die Straßenecken sind zusätzlich betont durch hochgezogene, zum Teil über Eck gestellte Giebel oder Turmaufbauten. Auch der gleichzeitige Gebrauch unterschiedlicher Materialien ist für den Landhausbau dieser Zeit als typisch anzusehen: verschieden bearbeiteter Sandstein vorwiegend im Sockelbereich sowie als Gliederungselement, Fachwerk besonders im Drempelgeschoss und bei Dachausbauten, weiße Putzflächen im Kontrast zu Backstein oder der Wechsel von Rauputz- mit Glattputzflächen prägen die Fassaden. Ebenso prägend sind die umlaufenden Vorgärten mit ihren häufig erhaltenen bauzeitlichen Einfriedungen sowie die Straßenpflasterung mit Basalt-Kleinpflaster.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Bahnhof Kleefeld · 280 m
- Hannover Kantplatz · 166 m
- Hannover Uhlhornstraße · 354 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)