Hannover, Landeshauptstadt, Pelikanviertel, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
1904-06 in Stahlbetonskelettbauweise errichtete und 1912-14 erweiterte Fabrikanlage der Pelikanwerke mit den Produktionsbauten, Verwaltungsgebäuden und vom Landhausstil beeinflussten, neben der Haupteinfahrt an der Podbielskistraße angeordneten Eingangs- und Torbauten, in denen teils auch Werkswohnungen untergebracht waren. Die eigentlichen Fabrikgebäude gruppieren sich mit verschieden langen Flügeln um einen nach Süden offenen Hof, in dem sich mittig das ehemalige Heiz- und Maschinenhaus mit hohem Schornstein befindet. Die Fassaden sind mit rotem Backstein, kontrastierenden weißen Putzflächen und sparsamem Stuckdekor gestaltet und durch die regelmäßige Abfolge der teils gerade und teils segmentbogig abgeschlossenen Sprossenfenster rhythmisiert. Die Fabrikgebäude werden straßenseitig dominiert von den mächtigen, die Flügel einleitenden pavillonartigen Kopfbauten unter Kreuzdach mit glockenförmigem Dachreiter. Den Charakter der Baugruppe bestimmt der Kontrast zwischen den freisymmetrisch malerisch gestellten Nebengebäuden und den nördlich anschließenden großen Fabrikbauten.
Nach der Verlagerung des Firmensitzes nach Vöhrum bei Peine 1973 sind die Altbauten ab 1992 nach dem preisgekrönten Entwurf von Dieter Neikes saniert und umgebaut worden. Heute sind überwiegend Büros und Wohnungen sowie ein Hotel im Pelikanviertel untergebracht, das einstige Heiz- und Maschinenhaus wurde zum Restaurant umgebaut, und seit 2017 ist die Pelikan Holding wieder mit Archiv und Museum im “Tintenturm“ präsent.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Klein-Buchholz
- Gemarkung
- Klein-Buchholz
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Pelikanstraße · 147 m
- Hannover Uelzestraße · 434 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)