Hannover, Landeshauptstadt, Marschnerstraße 34, St. Marien-Kirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Dreischiffige Basilika mit 5/8-Chorschluss in Backstein und Waschbeton. Die hohen Seitenschiffe und der Obergaden sind durch Lisenen und große Fenster in rechteckige Flächen gegliedert. Mehrgeschossiger Westturm unter flachem Zeltdach in Backstein. Reich mit teils dunkel glasierten Formsteinen gestaltetes Stufenportal, flankiert von lebensgroßen Steinskulpturen, Petrus und Paulus darstellend. Den Wimperg krönt vor einem Rundfenster eine etwa gleich große Steinfigur der Maria mit Kind. Die Kirche wurde 1886-1890 von Christoph Hehl (1847-1911) als neugotische Hallenkirche mit Querhaus errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei mehreren Luftangriffen schwer getroffen und bis auf den Turm zerstört. Die Reste des Langhauses wurden 1952 abgetragen und 1952/53 nach Plänen von Wilhelm Fricke (1896–1964) als dreischiffige Basilika in modernen Formen erneuert. Das Helmdach des Turms mit den vier Giebeln wurde durch ein flaches Zeltdach ersetzt. Die Orgel wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Firma Furtwängler und Hammer für den Braunschweiger Dom gebaut und 1960 von dort nach Hannover verkauft. Der Einbau in die St. Maria-Kirche mit dem vom Architekten Heinz Wolff (1909-1993) neu entworfenen Prospekt war 1965 abgeschlossen. 1979 gestaltete der Künstler Heinrich Gerhard Bücker (1922-2008) den Innenraum neu. Die zentrale Marienfigur am Portal ist eine nachkriegszeitliche Schöpfung als Ersatz für eine bauzeitliche Skulptur.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Marschnerstraße 34
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Lilienstraße · 230 m
- Hannover Weidendamm · 308 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)