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Hannover, Landeshauptstadt, Kraftwerk Schneller Graben, Gruppe baulicher Anlagen

Kraftwerk · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Etwas nördlich des Ohedammes gelegener Graben mit Wasserkraftwerk aus den 1920er Jahren. Um den Mühlen einen gleichmäßigen Wasserstand zu sichern und bei Hochfluten das überschüssige Leinewasser um die Stadt herumführen zu können, verband man an dieser Stelle bereits im Mittelalter die Leine mit der erheblich tiefer liegenden Ihme durch einen Kanal und ein Wehr. Das heutige Wehr entstand als Nachfolgebau mehrerer älterer Anlagen in der Zeit zwischen 1739 und 1745 aus glatten Sandsteinquadern. Diverse Ausbesserungen in der Folgezeit haben keine größeren Änderungen verursacht. Nachdem 1921 die Pumpenanlagen des Wasserwerkes Ricklingen, das den Lindener Hochbehälter versorgte, von Dampfbetrieb auf Elektrizität umgestellt wurde, errichtete man für die Stromerzeugung am Schnellen Graben ein Wasserkraftwerk. Das Gebäude, indem noch heute Energie für das hannoversche Versorgungsnetz erzeugt wird, wurde von Stadtbaurat Paul Wolf entworfen. Der eingeschossige Klinkerbau, dessen Ecken durch starke Strebepfeiler markiert sind, wird durch acht schmale, hohe Fenster mit Dreiecksverdachungen auf den Längsseiten gegliedert.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)