Hannover, Landeshauptstadt, Jahnplatz mit südlich anschließender Wohnbebauung, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Jahnplatz und südlich anschließende geschlossene viergeschossige Blockrandbebauung mit Ziegelfassaden und Walmdächern, die überwiegend Kleinwohnungen enthält. Der östliche Teil der Wohnanlage ist 1920-21 vom Stadtbaurat Paul Wolf errichtet worden. Den östlichen Eingang zur Wohnanlage und zugleich Zugang zum Innenhof betont ein repräsentativer, portalartig in die Gebäudetiefe eingezogener Torbogen, der durch ein geschmiedetes Gitter zu verschließen ist. Gestalterisch wird dieser Eingang in der Mittelachse der Front Grabbestraße markiert durch einen abgetreppten Zwerchgiebel und die Hervorhebung der Fensterachsen durch Blendbögen sowie durch Schmuckfelder aus vorgezogenen Ziegelköpfen. Umlaufende Gesimsbänder dienen als vereinheitlichendes Element der insgesamt schlichten, durch kleinteilige Sprossenfenster gegliederten Fassaden. Besondere Sorgfalt verwandte Paul Wolf auf die Ausgestaltung des Blockinnenbereiches: eine Hauptachse führt auf einen Kinderspielgarten, der von einer Pergola und Sitzbänken umrahmt ist, zu. Nördlich und südlich der Hauptachse befinden sich je sechs durch Hecken getrennte kleinere Gärten, die ursprünglich als Pachtgärten genutzt wurden. Mitte der 1920er Jahre wurde der Baublock um die westlich anschließenden Wohnhäuser gleicher Traufhöhe ergänzt. Dominierende Gliederungselemente sind hier die Dreieckserker, die Sockelzone betonende, plastisch versetzte Ziegelbänder und die etwas größeren Fensteröffnungen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hainholz
- Gemarkung
- Hainholz
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Grabbestraße · 88 m
- Hannover Jahnplatz · 100 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)