Hannover, Landeshauptstadt, Hohenzollernstraße 39, Villa Seligmann
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Palaisartiger zweigeschossiger, in einem großen Garten freistehender und stark gegliederter Sandsteinquaderbau in neobarocken Formen mit hohem Mansarddach über dem auskragenden Kranzgesims und geschweiften Zwerchgiebeln, Lukarnen und Fledermausgauben. Die Fassaden werden durch Erker und Altane, Balkone, Risalite und Freitreppen plastisch gegliedert. Sie sind zudem durch Fensterrahmungen und -überdachungen, ornamentierte Brüstungsfelder und profilierte Gesimse aus Sandstein verziert. Das Erdgeschoss besteht aus großen Repräsentationsräumen, von denen die Große Halle, die sich über zwei Ebenen erstreckt, den zentralen Platz einnimmt. Die aufwendige wandfeste Innenausstattung aus der Erbauungszeit ist zum Großteil erhalten. Sie reicht vom Marmorentrée über hölzerne Wandverkleidungen und textile Wandbespannungen, mit Schnitzereien verzierte Treppen, Stuckaturen und Friese, Türen und Bodenbeläge bis hin zu Wand- und Deckengemälden. Ende 2006 hat die Siegmund Seligmann Stiftung das Gebäude erworben und 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die Villa Seligmann seither ein Ort für die Aufführung, Vermittlung, Erforschung und Dokumentation jüdischer Musik, wozu auch seltene Synagogal-Orgeln, darunter die Sauer-Orgel aus Berlin und der aus der Budapester Dohány-Synagoge stammende Spieltisch der Rieger-Orgel, gehören.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Hohenzollernstraße 39
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Wedekindstraße · 204 m
- Hannover Dreifaltigkeitskirche · 277 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)