Hannover, Landeshauptstadt, Herrenhäuser Straße, Große Kaskade
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
In Bruchstein ausgeführter wandartiger Bau mit gartenseitigem Fassadenschmuck, bestehend aus überlebensgroßen Sandsteinskulpturen und Grottenstuck mit verschiedenen Materialien, zum Teil mosaikähnlich in farbigem Mörtel. Dazwischen vier getreppte Wasserschleier mit jeweils sechs Stufen. Zwei geschwungene Freitreppen führen auf den terrassenartigen oberen Abschluss mit einer Sandsteinbalustrade, bekrönt von kleineren Sandsteinfiguren, antike Götter darstellend. Die Kaskade wurde zusammen mit der benachbarten Grotte um 1676 begonnen, zeitgleich mit der Erweiterung des damals etwa zehn Jahre alten Schlossbaus, und gehörte zu der Ausstattung des Gartens mit Wasserspielen für Herzog Johann Friedrich (1625-1679) nach einer Planung des Fontänenmeisters Marinus Cadart. Die Stuckarbeiten an Grotte und Kaskade führte der Grottierer Michael Riggus aus, die Balustradenskulpturen 1680/81 Jean Arnaud Villers, während Pieter van Empthusen wohl ab 1678 die gartenseitigen Wandnischen mit Bildwerken ausgestattet hat.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Herrenhäuser Straße
- Gemarkung
- Herrenhausen
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Herrenhäuser Gärten · 149 m
- Hannover Schaumburgstraße · 333 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)