Hannover, Landeshauptstadt, Herrenhäuser Straße, Gartenpavillon
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
An der südwestlichen Ecke des Großen Gartens gelegener Gartenpavillon. Auf getrepptem Sandsteinsockel errichteter massiver Rundbau mit hoher vasenbekrönter Attika unter Kuppeldach mit zylindrischem Abschluss, zwischen ionischen Doppelpilastern vier rundbogige Öffnungen zu den Hauptachsen des Gartens. Im Innern befinden sich Wandnischen mit Büsten bekannter antiker Denker wie Cicero, Zenon, Karneades, Mark-Aurel und Epikur. Die beiden tempelartigen südlichen Pavillons wurden 1707/08 nach einem Entwurf des Hofarchitekten Louis Remy de la Fosse (1659-1726) in Holzkonstruktion gebaut. Der westliche Pavillon wurde 1752 durch einen Brand weitgehend zerstört und kurz darauf von Johann Paul Heumann (1703-1759) in Massivbauweise erneuert. Wie der Vergleich mit dem östlichen Pavillon zeigt, wurden dabei die ursprünglich barocken Formen der Vasen und Pilasterkapitelle dem etwas bewegteren zeitgenössischen Rokoko angepasst. Die Denkerbüsten schuf der Bildhauer Johann Friedrich Blasius Ziesenis (1715-1787) bis 1757. 1848 wurden beide Pavillons unter der Leitung von Hofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves (1788–1864) instandgesetzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Herrenhäuser Straße
- Gemarkung
- Herrenhausen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)