Hannover, Landeshauptstadt, Herrenhäuser Straße 4, Berggarten
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Der Berggarten nördlich des Großen Gartens ist ein landschaftlich angelegter Garten mit botanischer Sammlung. Er hat sich seit dem 18. Jahrhundert entwickelt und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild in den Nachkriegsjahren, da die vorherige Gestaltung und die Gewächshäuser im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört wurden. Er erscheint als Rechteck in Nord-Süd Ausrichtung mit unregelmäßig geschnittenen Ecken im Südwesten und Nordosten. Im Südosten liegt der Schmuck- und Subtropenhof. Westlich und östlich des Hofes schließen sich vertieft gelegene Anzuchthäuser an. Ein Teil der westlichen Gewächshäuser wurde zu einem Schauhaus für Wüstenpflanzen umgebaut. Nördlich des Schmuck- und Subtropenhofes liegt ein Gewächshausriegel, der in den 1950er Jahren nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder nach den Außenmaßen der schusterschen Planung von 1832 aufgebaut wurde. Der Riegel gliedert sich in ein Kakteenhaus im Westen, ein Orchideenhaus im Osten und einTropenhaus in der Mitte. Es schließen sich nördlich der Iris-, Stein- und Pergolagarten an, die von dem Gartendirektor Karl-Heinrich-Meyer (1936-1969) nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt wurden. Davon nordöstlich befindet sich das Kanarenhaus (1984) mit davor gelagertem Wüstengarten (1986). Westlich davon liegt der Steppengarten. Die Schmuckstaudenbeete und der Präriegarten aus den 1990er Jahren liegen weiter nördlich entlang des Weges. In der Mitte des Berggartens befindet sich das Paradies, das ursprünglich 1834 von Wendland mit Magnolienbäumen, seltenen Gehölzen und einer Umpflanzung aus Rhododendren und Azaleen geplant wurde und vor dem Zweiten Weltkrieg durch Karl-Heinrich-Meyer erneuert wurde. Der Rhododendronhain und die Moorlandschaft nordöstlich davon stammen aus den 1960er Jahren. Im Eingangsbereich befindet sich das Regenwaldhaus, das 2000 als Erinnerung des, im Zweiten Weltkrieg zerstörten, Palmenhauses aus den 1870er Jahren von Richard Auhagen entworfen wurde. 2006 wurde es zu einem Sea-Life-Aquarium umgebaut. Der Eichenhain am Mausoleum wurde von Heinrich Ludolph Wendland gestaltet. Im Nordwesten des Berggartens legte Meyer vor dem Zweiten Weltkrieg eine Heidelandschaft an. Von ihm stammt auch der Staudengrund entlang des Bachlaufs im Westen der Anlage. Der in den 1960er Jahren durch die Farnschlucht ergänzt wurde.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Herrenhäuser Straße 4
- Gemarkung
- Herrenhausen
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Herrenhäuser Gärten · 251 m
- Hannover Schaumburgstraße · 383 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)