Hannover, Landeshauptstadt, Herrenhäuser Straße 3, Galeriegebäude Herrenhausen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die östlich des ehemaligen Schlosses als Orangerie geplante Galerie wurde 1694 wohl nach einem Entwurf von Johann Peter Wachter († 1690) begonnen. Nach Fertigstellung des Rohbaus 1696 wurde auf Anregung der Kurfürstin Sophie (1630-1714) die vor allem den Innenraum betreffende Umgestaltung in ein Galeriegebäude vorgenommen. Der langgestreckte Bau unter Mansarddach, dessen Mittelteil zugleich als Orangerie und Festsaal genutzt wurde, hat an den Kopfenden pavillonartige Flügel, die zu Wohnräumen (u.a. für die Kurfürstin) ausgebaut wurden. Zur Gartenseite erhielt das unter Bauleitung von Brand Westermann (1646-1716) entstandene Gebäude ein Mittelportal mit Frontispiz nach Plan von Giuseppe Crotogino. Die reiche innere Ausgestaltung wurde dem Venezianer Tommaso Giusti (1644-1729) übertragen, der Galerie und Wohnräume mit Fresken u.a. aus der Aeneas-Sage verzierte (verschiedene Übermalungen und Restaurierungen seit der Mitte des 19. Jh.). Die Stuckdekorationen stammen von Dossa Grana, Pietro Rosso u.a.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Herrenhäuser Straße 3a
- Gemarkung
- Herrenhausen
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)