Hannover, Landeshauptstadt, Helmstedter Straße 59, Auferstehungskirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Nach der Gemeindegründung 1957 erfolgte der Bau der Kirche bis 1964 (Weihe Ostern 1964). Die verhalten expressive Form der Architektur, entworfen von Andreas Friess und Horst Langer (Hannover), ist eng mit dem namensgebenden Thema der Auferstehung (Bezüge zwischen Lage des Bauplatzes und Hauptachse des Seelhorster Friedhofes) verbunden. Die Kirche ist aufgrund der Bauzeit und der Dachgeometrie insgesamt als Nachkriegskirche in typischer Zeltform anzusprechen. Der mit rotbraunen Ziegeln verblendete Stahlbetonskelettbau weist an seinen Dachrändern, im Übergangsbereich zwischen Decke und Wand, stark farbige Glasfenster auf, die in Stahlbetongitter eingefasst sind. Die Fenster wurden von Gerhard Hausmann (Hamburg) gestaltet. Das zweiflügelige Eingangsportal aus Metall wurde vom Bildhauer Siegfried Zimmermann gestaltet (über dem Portal: rundes Betonglasfenster). Aus dem polygonalen, nach Osten zum Altar hin spitz zulaufenden Grundriss der Kirche, tritt nach Süden hin ein rechteckiger Raum hervor, der Vesperkirche und Taufkapelle (mit Taufbecken und Einzelbestuhlung) einnimmt. Gekalkte Backsteinwände, holzverkleidete Decke, der Kirchenfußboden aus grauen Betonplatten. Der erhöhte Altarbereich im Osten, über drei Steigungen aus dem Kirchenraum zu erreichen, mit Altartisch (aus Basalt, Altarkreuz und Kerzenständer aus Metall) auf breitem Sockel, Lesepult (Metall-Tragkonstruktion, Pultfäche aus Holz) und Kanzel (Beton mit stirnseitigen Relief) und bronzenem Hängekreuz. Der sich nach unten hin verjüngende Taufstein aus Basalt mit eingelegter Taufschale aus Metall, südlich der Kanzel an der Südwand der Kirche gelegen. Die zwei hölzernen Sitzbankreihen stehen in einem leichten Winkel v-förmig zueinander und werden durch einen Mittelgang voneinander getrennt. Die künstliche Beleuchtung des Kircheninnenraums erfolgt durch zwei Reihen von Pendelleuchten, die über den Sitzbändenk angebracht sind. Die Lichtsituaiton in der kleineren Taufkapelle wurde durch eingelassene Deckenleuchten gelöst.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Döhren
- Adresse
- Helmstedter Straße 59
- Gemarkung
- Döhren
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Döhren/Betriebshof · 152 m
- Hannover Holthusenstraße · 201 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)