Hannover, Landeshauptstadt, Goseriede, Alter Nikolaifriedhof
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Friedhofsfläche des ehemaligen Nikolaifriedhofs mit vielfältigen Grabmalen aus dem 16.-19. Jahrhundert. Das Wegesystem stammt aus der Umgestaltung zu einer Parkfläche von dem Gartenarchitekten Julius Trip vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Umgestaltungsmaßnahmen bauten auf Neugestaltungen von 1824 auf. Im Osten des Friedhofs befindet sich eine Sandsteinmauer von 1780 mit rundem Mauerkopf. Auf dem Friedhof befindet sich der translozierter Überrest des L.C.H. Hölty gewidmeten Denkmals.
Der Nikolaifriedhof entstand wohl im 13. Jahrhundert vor den Toren der Stadt als Grablege für die Toten des Nikolaihospitals, in dem Leprakranke aufgenommen wurden. Um 1348, 1428, 1566 und 1598 wurden hier auch an der Pest Verstorbene beerdigt, was zu einer ersten Erweiterung um 1350 und einer weiteren um 1598 führte. 1657, 1783 und 1824 wurde der Friedhof nochmals erweitert, wobei er bei der letzten Erweiterung eine Neugestaltung mit einem neuen Erschließungssystem, drei Eingängen und Baum- und Strauchsetzungen erhielt. 1866 wurde der Friedhof geschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zu einem Teil des Verkehrsknotenpunktes, wobei durch den Ausbau der Straßen Randflächen des Friedhofs verloren gingen und er in zwei Hälften geteilt wurde. Im Rahmen des Umbaus Hannover City 2020+ wurden Straßenzüge wieder verkleinert und eine gepflasterte Platzfläche rund um die Ruine der Nikolaikapelle hergestellt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Goseriede
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Hauptbahnhof/Rosenstraße · 439 m
- Hannover Am Klagesmarkt · 149 m
- Hannover Steintor · 227 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)