Hannover, Landeshauptstadt, Göttinger Straße 30, Hanomag "U-Boot-Halle"
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Stahlkonstruktion mit einer Ummantelung aus Backstein, die allseitig repräsentative Fassaden ausbildet, welche gegliedert sind durch hohe, schmale Fensteröffnungen. Mittelteil in Nord-Südrichtung gegenüber den Seitenteilen leicht erhöht, unter Flachdächern. Erbaut 1943 als Halle 1 für die Fertigung von Flugabwehrkanonen, dafür wurde das Stahl-Tragwerk aus Wilhelmshaven vom dortigen Gelände der Kriegsmarinewerft transloziert, wo es zuvor für die U-Boot-Fertigung errichtet worden war (daher wird die Halle bis heute auch als "U-Boot-Halle" bezeichnet). Der Entwurf der Backsteinfassaden stammt vom Kölner Architekten Emil Rudolf Mewes. Die auf dem Dach aufgesetzten Oberlichtaufbauten wurden nachgerüstet, da die schmalen Fensteröffnungen für die Produktion zu wenig Tageslicht in das Gebäude ließen. Eine Produktion von Rüstungsgütern fand in der U-Boot-Halle nicht mehr statt, bis 1984 diente die Halle für verschiedene Zwecke der Hanomag. In den 1980/1990er Jahren fanden in der Halle zahlreiche Konzerte und Feiern statt und sie wurde schließlich zur Diskothek "Cyberhouse". Heute nutzt der Einzelhandel die ehemalige U-Boot-Halle.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Linden
- Adresse
- Göttinger Straße 30,31,32,33
- Gemarkung
- Linden
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Bahnhof Linden/Fischerhof · 714 m
- Hannover Göttinger Straße · 119 m
- Hann. Deisterpl./Bornumer Str. · 412 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)