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Hannover, Landeshauptstadt, Georgengarten mit Gebäuden und Alleen, Gruppe baulicher Anlagen

Landschaftspark · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Der Georgengarten erstreckt sich von Südost nach Nordwest entlang der Nienburger Straße. Der Landschaftsgarten, mit Gewässersystem und geschwungenen Wegen, entwickelte sich im 18. Jahrhundert durch die Zusammenlegung mehrerer Landsitze, die sich um 1700 entlang des Überschwemmungsgebietes der Leine ansiedelten. 1726 wurde von den Toren der Stadt Hannover bis zum Herrenhäuser Schloss die Herrenhäuser Allee und die Contre allée von Ernst August Charbonnier angelegt. Ab 1766 plante Johann Ludwig von Wallmoden einen landschaftlichen Garten und fügte dafür einige Landsitze zusammen, woraus sich der Wallmodengarten entwickelte. Zwischen 1780-1782 ließ Wallmoden das sogenannte Wallmodenpalais errichten, dieses wurde 1818 zum Georgenpalais (heute Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst) umbenannt. 1817 ging das Anwesen des Wallmodengartens in den Besitz von Georg IV. König von Hannover, Großbritannien und Irland über, der Christian Schaumburg mit der Planung für einen Landschaftsgarten beauftragte. Nach seinen Entwürfen wurden 1835 die Teichanlagen im Westen ausgehoben und es entstanden 1837 die Eiserne Fahrbrücke und 1840 die Augustenbrücke. Der Obelisk an der Eisernen Fahrbrücke stammt aus der Zeit von Wallmoden und wurde 1833 an seinen heutigen Standort versetzt. 1859 wurde der Wangenheimgarten östlich des Wallmodengartens in die Anlage integriert. Zu dem Wangenheimgarten gehörten auch die beiden Cavaliershäuser an der Jägerstraße Nr. 15/16, die von Laves 1826 geplant wurden. Der ehemalige Pferdestall von 1842/43 östlich vom Georgenpalais wurde von Laves geplant und von Tramm überarbeitet. 1860 war die Anlage vollendet. Unter Preußischer Führung und auch durch die Stadt Hannover (ab 1921) wurden Veränderungen an den Sichtbeziehungen, den Gehölzpartien und den Formen der Beete vorgenommen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden drei Ehrenmale aufgestellt. Das Milchhäuschen am nordwestlichen Ende der Herrenhäuser Allee stammt aus den 1930er Jahren. Auch der Kiosk an der Herrenhäuser Straße stammt aus dem 20. Jahrhundert. 1935 wurde der Leibniztempel, der vorher am Waterlooplatz stand, auf einem künstlich angelegten Hügel an den Teichanlagen aufgestellt. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu Zerstörungen mehrerer Gebäude und zu Schäden am Vegetationsbestand. Diese wurden zwischen 1949-1953 von dem Leiter der Herrenhäuser Gärten Karl-Heinrich Meyer beseitigt. In dem Zuge wurden auch neue Wege angelegt, Gehölze angepflanzt, historisch vorhandene Sichtbeziehungen zugepflanzt und auch der Philosophenweg parallel zur Herrenhäuser Allee angelegt. 1965 wurde eine Minigolfanlage südöstlich vom Georgenpalais integriert. Das Erscheinungsbild am Georgenpalais stammt aus Restaurierungsarbeiten von 1998/1999.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Herrenhausen
Gemarkung
Herrenhausen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)