Hannover, Landeshauptstadt, Georgengarten, Georgengarten
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Der Georgengarten erstreckt sich von Südost nach Nordwest entlang der Nienburger Straße. Der Landschaftsgarten, mit Gewässersystem und geschwungenen Wegen, entwickelte sich im 18. Jahrhundert durch die Zusammenlegung mehrerer Landsitze, die sich um 1700 entlang des Überschwemmungsgebietes der Leine ansiedelten. 1726 wurde von den Toren der Stadt Hannover bis zum Herrenhäuser Schloss die Herrenhäuser Allee und die Contre allée von Ernst August Charbonnier angelegt. Ab 1766 plante Johann Ludwig von Wallmoden einen landschaftlichen Garten und fügte dafür einige Landsitze zusammen, woraus sich der Wallmodengarten entwickelte. 1817 ging das Anwesen des Wallmodengartens in den Besitz von Georg IV. König von Hannover, Großbritannien und Irland über, der Franz Christian Schaumburg mit der Planung für einen Landschaftsgarten beauftragte. 1859 wurde der Wangenheimgarten östlich des Wallmodengartens in die Anlage integriert. 1860 war die Anlage vollendet. Unter Preußischer Führung und auch durch die Stadt Hannover (ab 1921) wurden Veränderungen an den Sichtbeziehungen, den Gehölzpartien und den Formen der Beete vorgenommen. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu Schäden am Vegetationsbestand. Diese wurden zwischen 1949-1953 von dem Leiter der Herrenhäuser Gärten Karl-Heinrich Meyer beseitigt. In dem Zuge wurden auch neue Wege angelegt, Gehölze angepflanzt, historisch vorhandene Sichtbeziehungen zugepflanzt und auch der Philosophenweg parallel zur Herrenhäuser Allee angelegt. 1965 wurde eine Minigolfanlage südöstlich vom Georgenpalais integriert. Das Erscheinungsbild am Georgenpalais stammt aus Restaurierungsarbeiten von 1998/1999.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Georgengarten
- Gemarkung
- Herrenhausen
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Schneiderbg./W.-B.-M. · 451 m
- Hannover Appelstraße · 471 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)