Hannover, Landeshauptstadt, Georgengarten 1, Wilhelm-Busch-Museum
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Breit gelagerter zweigeschossiger, dreiflügeliger verputzter Bau mit ziegelgedeckten Walmdächern. Der mittlere Flügel ist gegenüber den Seitenanbauten deutlich überhöht, die Fassade ist durch Rustika-Kanten und -Lisenen in Sandstein gegliedert, die Fassaden sind symmetrisch gestaltet, die nördliche Eingangsseite hat ein mittig angeordnetes rustiziertes Portal. Dis südliche Gartenseite wird dominiert durch den in drei Achteln vorspringenden achteckigen Gartensaal, der aus dem Vorgängerbau (einem Lustschloss) übernommen wurde. Erbaut zwischen 1779 und 1782 als Palais für Johann Ludwig von Wallmoden und seine Frau Charlotte Christiane von Wangenheim. Planunterzeichner war „Joseph Gerloff Durchl. Baumeister“, so dass nach heutigem Kenntnisstand dieser als Entwurfs-Verantwortlicher zu bezeichnen ist, beteiligt war außerdem der Hofmaurermeister Johann Georg Täntzel. 1812/17 ging das Wallmoden-Palais in den Besitz des späteren Königs Georg IV. über und hieß fortan "Georgspalais". Das Gebäude wurde unter dem hannoverschen Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts vor allem im Inneren klassizistisch überformt und um 1840 mit einer geschwungenen und mit vier großen Kandelabern bestückten Auffahrt versehen. Westlicher Flügel nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verändert wieder aufgebaut. Seit 1949 residiert hier das "Wilhelm-Busch-Museum".
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Herrenhausen
- Adresse
- Georgengarten 1
- Gemarkung
- Herrenhausen
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Schneiderbg./W.-B.-M. · 316 m
- Hannover Appelstraße · 657 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)