Hannover, Landeshauptstadt, Friedhof Engesohde, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Der Friedhof Engesohde erstreckt sich südlich der Straße An der Engesohde zwischen dem Maschsee im Westen und der Orli-Wald-Allee im Osten. Der ursprüngliche Friedhof umfasste die 1861-64 nach Plänen des Stadtbaumeisters Ludwig Droste angelegten elf Abteilungen, die sich unmittelbar westlich an den 1864 ebenfalls nach Plänen Drostes errichteten Eingangsbau anschließen. Aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums ist der Friedhof zwischen 1871 und 1877 zunächst nach Westen sowie 1880 nach Südosten erweitert worden. Die einzelnen Quartiere wurden durch ein axiales Wegesystem erschlossen, die Kreuzungspunkte der Hauptwege sind zumeist platzförmig erweitert. Erbbegräbnisse und Mausoleen wurden überwiegend an den Hauptwegen und entlang der Friedhofsmauern errichtet und bilden häufig wichtige Blickpunkte innerhalb der oft symmetrisch angelegten und von Hecken gerahmten Wege innerhalb der einzelnen Abteilungen. Unter den vielen orts- und personengeschichtlich bedeutenden Grabdenkmälern des Friedhofs befinden sich die Gräber von Georg Ludwig Laves, Georg Kestner, Conrad Wilhelm Hase, Ludwig Droste, Karl Elkart, Kurt Schwitters und Wilhelm Hauschild sowie die Gräber der Stadtdirektoren Heinrich Tramm und Johann Carl Hermann Rasch. Künstlerisch bedeutsam sind u.a. die Grabstätten und Mausoleen der Familien Ebeling, Heimann und Schlüter, der Familie Wallbrecht und das Grab der Familie Wilkening. Prägende Bestandteile der Gesamtanlage des Friedhofs sind auch die zugehörigen baulichen Anlagen: die 1864 nach Plänen Ludwig Drostes errichteten Eingangsbauten mit ihren Arkaden und dem Glockenturm, die von Stadtbaumeister Oskar Barnstorf unmittelbar hinter dem Eingang im Jahr 1910 ergänzte Kapelle, die Einfriedungsmauern, das 1903 erbaute Kolumbarium am südöstlichen Rand des Friedhofs, verschiedene Brunnen sowie die zum Friedhof gehörigen Wohn- und Abortgebäude.
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)