Hannover, Landeshauptstadt, Eilenriedestadion, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
In den Jahren 1920-22 entstand östlich der Stadthalle auf dem Gelände eines ehemaligen Militärschließplatzes das Eilenriedestadion. Die Anlage entstand aus Mitteln einer Schenkung von Gustav Brandt an die Stadt Hannover und sollte nach dessen Wunsch den Namen "Hindenburg-Stadion" tragen. Stadtbaurat Paul Wolf (1879-1957) gestaltete die Sportstätte als ovale Anlage, deren Längsachse auf den Kuppelsaal der Stadthalle ausgerichtet ist. Zwei kubische, zweigeschossige Putzbauten mit Pyramiddächern flankieren den Haupteingang an der Clausewitzstraße. Die auf der Südseite gelegene überdachte Tribüne wurde um 1930 von Karl Elkart (1880-1959) ergänzt. Von den Nationalsozialisten 1934 offiziell in „Hindenburg-Kampfbahn“ umbenannt, wurde es 1945 bis 1951 von der Britischen Rheinarmee genutzt und 1951 als „Eilenriedestadion“ an die Stadt Hannover zurückgegeben. 2014-2016 wurde das Stadion von Hannover 96 zu einem Nachwuchsleistungszentrum umgebaut. Aufgrund der Drehung des Spielfeldes um 90 Grad und des Baus zweier neuer Tribünen ist die Sichtachse zur Stadthalle heute nur noch vom stillgelegten Haupteingang am Standort der alten Stadion-Uhr erfahrbar. Neben der Uhr, den Torbauten und der westlichen Wallanlage sind auch zwei Toilettenhäuschen aus der ersten Bauphase erhalten.
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- Hannover Congress Centrum · 231 m
- Hannover Gneisenaustraße · 477 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)