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Hannover, Landeshauptstadt, Döhrener Wolle, Gruppe baulicher Anlagen

Fabrikanlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen der 1868 gegründeten Döhrener Wollwäscherei und -kämmerei, die schließlich 1973 stillgelegt wurde, gehört der städtebaulich und baugeschichtlich herausragende Uhrturm an der Südseite des ehemaligen Werkseingangs. Aufgrund seiner Höhe und der Lage in der Blickachse der Straße Am Lindenhofe erfüllt er für Döhren seit Bestehen der Fabrik die Funktion einer Dominante. Der Turm wurde im Jahre 1909 errichtet und diente vornehmlich als Schlauchturm der Werksfeuerwehr. Der über quadratischem Grundriss aufgeführte Backsteinbau ist deutlich in drei Zonen gegliedert: dem Erdgeschoss mit dem portalartigen Eingang, den Bereich des Treppenhauses mit den hohen und kleinteiligen Fenstern und den Turmkopf, der mit Ecktürmchen und Zinnen einen wehrhaften Eindruck vermittelt. Das auf der Westseite angebaute ehemalige Lagerhaus wurde im Rahmen der Neubebauung in einem angepassten Stil erneuert, erweitert und als Wohnraum umgenutzt. Östlich an den Turm schließen sich noch Reste der alten Einfriedung des Werksgeländes an. Etwa zeitgleich mit dem Uhrturm wurde der diesem gegenüber gelegene ehemalige Pförtner- und Eingangsbau erstellt (Am Uhrturm 2). Der in denselben Formen entstandene viergeschossige Bau wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die beiden unteren Geschosse zerstört und in den 1980er Jahren rekonstruiert. Eine besondere Betonung erfährt das zur Ecke abgeschrägte Gebäude durch das kleine angebaute Pförtnerhäuschen mit dem mehrfach abgestuften Glockendach.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Döhren
Gemarkung
Döhren

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)