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Hannover, Landeshauptstadt, Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1, Christuskirche

Kirche · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Dem nordwestlichen Ende des Klagesmarktes gegenüber gelegene dreischiffige Hallenkirche mit gering ausladendem Querhaus und hohem eingestellten Westturm in neugotischem Stil, erbaut in unverputztem roten Backstein, zum Teil glasiert, mit Bauschmuck und Skulpturen in hellem Sandstein. Charakteristischer Chorschluss in der Art eines Kapellenumgangs mit fünf Segmenten. Bedingt durch steigende Einwohnerzahlen bestand die Notwendigkeit der Gründung einer neuen Kirchengemeinde im Gebiet der heutigen Nordstadt. König Georg V. (1819-1878) beschloss, den Bau, nicht zuletzt aufgrund der Nähe zum neuen Welfenschloss, in repräsentativer Neugotik auf eigene Kosten erstellen zu lassen. Die für über 1100 Sitzplätze vorgesehene Kirche von Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) entworfen und nach fünfjähriger Bauzeit 1864 fertiggestellt. Mit Hase, Bär und Wildschwein darstellenden Wasserspeiern hat der Architekt sich selbst sowie seine Bauleiter Ludwig Bähr (1831-1869) und Wilhelm Hauers (1836-1905) am Chor porträtiert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Christuskirche stark beschädigt, die Wiederherstellungsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich dauern bis in die Gegenwart an. Neben der erhaltenen Bauplastik im Außenbereich gehören Altar, Kanzel und Taufbecken zu den bauzeitlichen Ausstattungsstücken, darüber hinaus zwei Radleuchter von 1914. 1959-1961 wurde eine Orgel von Hermann Hillebrand eingebaut, die als einzige viermanualige neobarocke Orgel dieser Art angesehen wird. Seit 2014 prägt der Einbau einer Tribüne über einem neu geschaffenen Probenraum für das Kinder- und Jugendchorzentrum den Innenraum des Langhauses.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hannover
Adresse
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1
Gemarkung
Hannover

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)