Hannover, Landeshauptstadt, Celler Straße 78, Apostelkirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Dreischiffige, basilikale Backsteinkirche über kreuzförmigem Grundriss, geostet auf einem dreieckigen Grundstück, mit hohem Westturm und umlaufenden Strebepfeiler-Konstruktionen. Mit abgetrenntem Chorumgang (hier Nebenräume) und deutlich hervorgehobenem Querhaus. Errichtet aus gleichmäßigem rotem Backstein, dasselbe Material auch genutzt für die reicher gestalteten Details. Der 50 Meter hohe Turm trägt einen gemauerten Helm, der heute mit Kupfer bedeckt ist, das Schiff besitzt ein ziegelgedecktes Satteldach, im Chorbereich mit Walmen, Chorumgang niedriger. Die Planungen für den Kirchenbau als Tochtergemeinde der Christuskirche begannen 1875, 1876 wurde der Bauplatz an der Celler Straße gekauft. Mit dem Entwurf wurde Conrad Wilhelm Hase beauftragt, der Grundstein wurde am 11. Oktober 1880 dort gelegt, wo heute der Kanzelpfeiler steht. Die Bauausführung zwischen 1880 und 1884 übernahm der Architekt Karl Börgemann. Die Gemeinde wurde am 1. Mai 1884 selbständig, ihre Kirche am 28. September 1884 eingeweiht. Im Inneren gab es ursprünglich ein mit Sternen bemaltes Gewölbe und einen besonders reich geschmückten Altarraum, die einheitliche schlichte Farbfassung stammt aus der Nachkriegszeit. Die Ausstattung ist original erhalten: die massiven Emporen im Langschiff, die Kanzel aus Eichenholz (zum Teil vergoldet), Altar, Lesepult und Taufstein sind Entwürfe von Hase; die schlichte Taufe aus grauem Sandstein steht im Zentrum des Chores, die darauf liegende Taufschale war ein Geschenk der Gemeinde der Christuskirche. Im Innenraum eine zentralisierende Raumwirkung durch das große Querhaus und die Schrägstellung der steinernen Emporen an den Vierungspfeilern. Die originalen Fenster wurden im Krieg zerstört. 2013 erhielt die Apostelkirche einen neuen massiven Anbau an der Südostseite mit einer an die Backsteinfarbe angelehnten Verkleidung aus Cortenstahl. Der nicht unterkellerte zweigeschossige Bau beherbergt Räume für das Pfarramt und das Pfarrsekretariat. Der Entwurf stammt vom hannoverschen Architekturbüro pax brüning architekten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Celler Straße 78
- Gemarkung
- Hannover
ÖPNV in der Nähe
- Hannover Hauptbahnhof/ZOB · 746 m
- Hannover Apostelkirche · 46 m
- Hannover Sedanstraße/Lister M. · 155 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)