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Hannover, Landeshauptstadt, Bethlehemplatz 1, Bethlehemkirche mit Pfarrhof

Kirche · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Am westlichen Rand des Stadtteils Linden-Nord gelegene dreischiffige Emporenbasilika mit Querhaus unter Satteldach, im Osten rechteckig geschlossener Chor mit eingeschossig angebautem Altarumgang und zwei Anbauten im Norden und Süden. Zwischen diesen Anbauten und den Querhausflügeln befindet sich jeweils ein Treppenturm mit Pyramidendach zur Erschließung der Emporen. Im Westen erhebt sich riegelartig eine Turmfassade mit drei schlanken kupfergedeckten Dächern; das um ein Geschoss erhöhte mittlere Dach trägt an der 71 m hohen Spitze einen sternförmigen Leuchtkörper aus Schmiedeeisen und Glas. An das südliche Querhaus angebaut ist ein eingeschossiger Gemeindesaalbau, an den sich südlich ein dreigeschossiges Pfarrhaus anschließt. Die massiv in Sichtmauerwerk aus Naturstein errichteten Gebäudeabschnitte Sakralbau, Gemeindesaal und Pfarrhaus bilden einen Pfarrhof, der nach Westen durch eine Mauer geschlossen wird. Über ein vorhallenartig gestaltetes Hauptportal mit Säulenstellung, drei Bronzetüren und einem Glasmosaik (Anbetung der Könige) im Tympanon gelangt man in den aufwändig farbig gefassten Innenraum, dessen bauzeitliche Ausstattung mit Altar, Kanzel Taufbecken und Gestühl sowie einem elektrisch beleuchteten Messingradleuchter von 5 m Durchmesser fast vollständig erhalten ist. Die Kirche wurde 1903-1906 nach Plänen des Konsistorialbaumeisters Karl Mohrmann (1857-1927) errichtet und sollte städtebaulicher Mittelpunkt eines rasterförmigen Straßennetzes werden, das jedoch nur ostseitig verwirklicht wurde. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde der Bau der Pfarr- und Gemeindeanbauten begonnen, sie wurden 1915 vollendet; geplant waren sie von Beginn an. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Bethlehemkirche mit verhältnismäßig geringen Schäden, zu den größten Verlusten gehört ein Großteil der originalen Fensterverglasungen. Die bereits zu Beginn des 20. Jh. stark vergangene Innenausmalung wurde in den Nachkriegsjahren hell übertüncht und 2009-2012 vollständig wiederhergestellt, dabei wurden auch nachträgliche Abtrennungen und Einbauten in den Querhäusern entfernt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Linden
Adresse
Bethlehemplatz 1, 1A
Gemarkung
Linden

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)