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Hannover, Landeshauptstadt, An der Graft, Friederikenbrücke

Brücke (Bauwerk) · Einzeldenkmal · Hannover, Landeshauptstadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Brücke in Eisenkonstruktion mit hölzerner Lauffläche und reich ornamental verziertem schmiedeeisernem Geländer, Fischbauchträger mit konvex geformtem Untergurt und fast geradem Eisenrohr als Obergurt. Von insgesamt sechs Fachwerkträgern waren die vier innenliegenden ursprünglich schlicht vertikal und diagonal ausgesteift, sie wurden 1936 durch Vollwandträger aus Stahlblech ersetzt. Die aussteifenden Diagonalen der noch originalen Wangenträger aus flachem Walzeisen besitzen eine dekorative S-Form. Erbaut wurde die Friederikenbrücke 1839/40 nach einem Entwurf des Hofarchitekten Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864), um über die östliche Graft eine direkte Anbindung des Georgengartens an den Großen Garten zu schaffen. Laves hatte sich 1835 den Linsenträger, eine Fachwerkträgerkonstruktion mit konvexem Ober- und Untergurt, patentieren lassen. Die Verbindung der Gärten war erwünscht, weil das ehemalige Wallmoden-Palais, heute Wilhelm-Busch-Museum, zum Ende der Personalunion mit England und der Rückkehr der Welfen nach Hannover als königliche Sommerresidenz genutzt wurde. Benannt wurde die Brücke nach Königin Friederike von Mecklenburg-Strelitz, der Gemahlin von König Ernst August. Ein kunstvoll geschwungenes Monogramm an der Brüstung der Brücke und eine Inschrift am Brückenpfeiler erinnern an die prominente Namensgeberin. 2019-2021 wurde die Friederikenbrücke erneut aufwändig instandgesetzt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Herrenhausen
Adresse
An der Graft
Gemarkung
Herrenhausen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)