Hannover, Landeshauptstadt, Aegidienkirchhof, Ruine der Aegidienkirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Ruine einer ursprünglich dreischiffigen gotischen Hallenkirche, begonnen 1347, unter Einbeziehung der Reste der Westwand des romanischen Vorgängerbaus. Ehemals gewölbte Hallenkirche von fünf Jochen Länge mit eingezogenem Polygonalchor aus Kalkbruchstein und Quergiebeln an den Seitenschiffjochen. Viergeschossiger Westturm 1703-1717 nach einem Entwurf von Sudfeld Vick in Sandsteinquadern errichtet, gegliedert durch kräftige, profilierte Gurtgesimse, Sockel- und Attikazonen mit Lisenen und einem hohen Rundbogenfenster je Turmseite im zweiten und dritten Geschoss, oberstes, etwas gedrungenes Geschoss mit Turmuhren an den Seiten und abschließender Balustrade. Zerstörte, oktogonale Turmbekrönung mit doppelter Laterne 1952 durch einen Aufsatz mit Glockenspiel ersetzt. 1943 bis auf die Außenmauern zerstört und seit 1954 Mahnmal für alle Opfer der Kriege und der Gewalt. Ausstattung der Kirchenruine mit zahlreichen Kunstwerken und Gedenktafeln, darunter Werke von Kurt Lehmann und Fritz Kühn.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hannover
- Adresse
- Aegidienkirchhof
- Gemarkung
- Hannover
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)