Hannover, Hohenzollernstraße, Villenquartier an der Eilenriede
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
1859 wurden die Vororte Hannovers, zu denen auch das Gebiet an der Hohenzollernstraße gehörte, in die Stadt eingemeindet. 1885 hatte Bauunternehmer und Bürgervorsteher Ferdinand Wallbrecht (1841-1905) verkündet, man plane ein Bauquartier von der Königstraße bis zum Dorfe List – für große Villen, womit man sich den Zuzug vermögender und bedeutender Bürger erhoffe, ab 1888 wurde die Hohenzollernstraße befestigt, um 1900 waren fast alle Grundstücke besetzt. Die begehrtesten Grundstücke lagen direkt gegenüber dem Stadtwald. Es entstanden großzügige Anlagen mit gestalteten Gärten und Vorgärten, die von schmiedeeisernen Einfriedungen gefasst wurden, häufig mit einer Remise als Nebengebäude. Ein besonderes Beispiel bildet hier die von Hermann Schaedtler (1857-1931) 1904 entworfene Villa Seligmann (Hohenzollernstraße 39), aber auch andere Honoratioren der Stadt Hannover nahmen hier ihren Wohnsitz. Zudem entstanden einige großzügige, ebenfalls viellenartig gestaltete Mehrfamilienhäuser (wie Ostwender Straße 3, Hohenzollernstraße 28). Ein Überbleibsel der Vorgängerbebauung (kleine Häuser im Gartenland) stellt das Wohnhaus Ostwender Straße 2 dar.
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- Hannover Dreifaltigkeitskirche · 272 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)