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Wienhausen, Kloster Wienhausen, Gruppe baulicher Anlagen

Klosteranlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Wienhausen, Klostergemeinde

Zisterzienserinnenkloster nach 1227 gegründet durch Agnes von Landsberg, 1233 bestätigt. Im Spätmittelalter Blüte u. a. durch die Wallfahrt zu einer Blutreliquie, 1469 Windesheimer Reform. Nach der Einführung der Reformation im Fürstentum Lüneburg 1527 das Kloster unter Zwang evangelisch geworden, jedoch erst 1587 endgültig durchgesetzt. Seitdem evangelisches Frauenkloster.
Umfangreiche Klosteranlage, deren Hauptbestandteile aus dem 14./15. Jh. stammen, mit mehreren Ergänzungen des 16. und 18. Jhs., die jüngsten Bauteile aus dem 19. Jh. Klostergebäude nördlich der Kirche um zwei Kreuzgänge angeordnet. Die Kirche unterteilt in den Nonnenchor (Westen, bis heute im Besitz des Klosters) und die Gemeindekirche (Osten, im Besitz der Kirchengemeinde), die im frühen 18. Jh. durchgreifend erneuert und um einen freistehenden Glockenturm ergänzt wurde, jedoch im Kern die ältesten Bauteile enthält (wohl 12. Jh.). Unmittelbar südlich vor dem Kloster Teile des ehemaligen klösterlichen Wirtschaftshofes, darunter die Mühle über einem angelegten Nebenarm der Aller, dem Mühlenkanal. Unmittelbar nördlich des Klosters befinden sich Konventualinnengärten, westlich davon ein an der Stelle der im 18. Jh. abgebrochenen Propstei angelegter Landschaftspark und weiter nördlich bis zur Aller das Klosterholz.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Wienhausen
Gemarkung
Wienhausen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)