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Wienhausen, An der Kirche 1, Kloster Wienhausen

Klostergebäude · Einzeldenkmal · Wienhausen, Klostergemeinde

Nördlich der Klosterkirche gelegen und mit dieser baulich verbunden. Um zwei Kreuzgänge angeordnete zweigeschossige Anlage, überwiegend aus Backstein mit einzelnen Bauteilen in Fachwerk, die Flügel jeweils unter Satteldächern, nach Norden und Nordosten weitere Anbauten. Konglomerat aus unterschiedlichsten Bauperioden vom späten 13. bis zum frühen 21. Jh., Kern die ehemalige Klausur mit einer Hauptbauzeit im frühen 14. Jh.

Westflügel um 1310 erbaut. Zweieinhalbgeschossig, Südseite als Schaufront mit Treppengiebel, an der Ostseite mehrere Anbauten, u. a. Treppenhaus. Im Inneren zwei kreuzrippengewölbte Flügel des Kreuzgangs übereinander, weiter im Erdgeschoss Archiv und Kunstdepot, Museumsraum, Eingang und Kartenstube, oben Großes Armarium (heute Andachtskapelle), Museum und Büro. Vom Südflügel der westliche, kreuzrippengewölbte Teil zusammen mit dem Nonnenchor und Westflügel, der östliche zusammen mit dem Ostflügel entstanden. Zwei Kreuzgangflügel übereinander, im Westen mit Schleppdach, im Osten mit Pultdach an die Kirche angelehnt. An den Ostteil zum Hof hin 2007 Kapelle für das Heilige Grab angebaut. Ostflügel 1550 in Fachwerk erneuert, enthält u. a. Konventualinnenwohnungen und im Obergeschoss am Südende den Kapitelsaal. Nordflügel im Kern ebenfalls 14. Jh., östlicher Abschnitt 1549 in Fachwerk erneuert. Im Erdgeschoss im Westen Sommerrefektorium, im Osten flachgedeckter Gang und verschiedene für den Konvent genutzte Räume. Im Obergeschoss Mittelgang, sogenannter Kistengang, und auf beiden Seiten Zellen. Von Norden nach Süden verlaufender Mittelgang (Roter Gang) in der heutigen Form 18. Jh., mit Anbauten, auf der Ostseite die Allerheiligenkapelle vom Ende des 13. Jh. mit Kreuzrippengewölbe.

Am Nordflügel ferner verschiedene Anbauten: Im Westen das Äbtissinnenhaus von 1713, an der Nordostecke das Priorinnenhaus und das Waschhaus, beide von 1735. Mittig nach Norden der Verbindungsgang (Kämmerchengang) zum ehemaligen Infirmarium abgehend, in der heutigen Form von 1846. Die Nachfolgebauten des Infirmariums (heute Wohnungen) im Kern um 1600, drei zweigeschossige Fachwerkbauten.

Im Kloster umfangreicher Bestand von Ausstattungsstücken seit dem 13. Jh.: Wandmalereien, Glasmalereien, Skulpturen, Tafelbilder, Altäre, Altargerät, Möbel, Textilien, Handschriften und Archivalien sowie Kleinobjekte aus dem Nonnenchorsfund von 1953.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Wienhausen
Adresse
An der Kirche 1
Gemarkung
Wienhausen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)