Stade, Stadt, Wilhadi-Kirchhof, St. Wilhadi
Ältester Teil ist der mächtige quadratische Westturm unter Zeltdach vom Ende des 13. Jahrhunderts. Dreischiffige gewölbte Hallenkirche mit dreiapsidialem Ostabschluss aus Backstein ab 1320 an diesen angebaut – auf den Überresten eines älteren Schiffes. Sechsjochiges Langhaus und zweijochiges, an das nördliche Seitenschiff angebaute gewölbte Brauthaus bis etwa 1400 vollendet. Beim großen Stadtbrand 1659 Turmspitze und Dächer vernichtet, das Innere total ausgebrannt, die Gewölbe jedoch erhalten, ab 1660 Wiederherstellung und 1667 Bau eines barocken Turmhelms durch Ratszimmermeister A. Henne, 1724 durch Blitzschlag vernichtet. Danach wurde das heutige flache Pyramidendach errichtet, in der Wetterfahne datiert 1765. Renovierungen der Kirche 1774-80 durch Moorkommissar Jürgen Christian Findorff und 1860-76 nach Gutachten und Entwürfen von Conrad Wilhel Hase, hierbei u.a. Verkleidung von etwa drei Vierteln des Mauerwerks von Langhaus und Chor mit einer bis zu 60 cm starken Außenhaut aus kleinformatigen Backsteinen, Erneuerung der westlichen Seitenschiffsgiebel, der Portale im Turm und in den Seitenapsiden, der Chorstrebepfeiler sowie sämtlicher Fensterlaibungen und Maßwerkstäbe. Das Innere des zweijochigen Brauthauses 1882-84 durch Einziehen einer Zwischendecke in zwei Geschosse unterteilt, der obere Raum des Brauthauses seit 1884 Konfirmandensaal. Zur Ausstattung gehört neben dem frühneuzeitlichen Altar und der Kanzel (beide 1660) die Barockorgel von Erasmus Bielfeldt (1731-35) und die neugotische Verglasung von 1895 (i), 1905-07 und 1910.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Stade
- Adresse
- Wilhadi-Kirchhof
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)